Taschenlampe im Dunkeln
Studie zur Gehaltstransparenz: Bernd Heuer Karriere und Kienbaum wollen Licht ins Dunkel bringen. (Quelle: Pixabay)

Unternehmen & Köpfe 2022-06-02T09:55:15.138Z Gehaltstransparenz in der Immobilienwirtschaft

Das volkswirtschaftliche Gewicht der Immobilienbranche ist unbestritten. Dennoch hat sie gerade im Hinblick auf ihre Bedeutung noch einiges Aufholpotenzial, vor allem in Sachen Transparenz. In Kooperation mit dem ZIA wollen Bernd Heuer Karriere und Kienbaum nun erneut Licht ins Dunkel der Gehälter in der Immobilienbranche bringen. 

Transparenz ist der Schlüssel für Vertrauen. Und Vertrauen schaffen wollen die beiden Beratungsunternehmen nun im Bereich der marktüblichen Gehälter. Da sich diese in sehr kurzer Zeit vermeintlich rasant entwickelt haben, herrscht in der Branche noch kein einheitliches Bild, wer wieviel verdient. Die Frage, wie ein marktübliches Gehalt aussieht, stellen sich dabei nicht nur die Beschäftigten und Personalverantwortlichen, längst ist Klärung dieser Frage auch in den Chefetagen der Unternehmen angekommen. In der öffentlichen Wahrnehmung gehören Immobilienakteure meistens zu den Top-Verdienern. Doch ist das wirklich so?

Gehaltstransparenz ist in anderen Ländern längst Normalität geworden. So müssen Unternehmen in Österreich, etwa in Stellenanzeigen Angaben zur Mindestentlohnung machen oder in Island jedes Unternehmen über 25 Mitarbeiter ein zertifiziertes Gehaltssystem. In Schweden etwa kann man die Gehälter jeder beliebigen Person einfach beim Einwohnermeldeamt abfragen. Soweit muss man in Deutschland vielleicht nicht gleich gehen, aber dennoch könnte eine höhere Gehaltstransparenz vor allem für Unternehmen einen enormen Mehrwert im stark umkämpften Kandidatenmarkt darstellen.

"Unternehmen empfinden große Unsicherheit"

Zusammen mit dem ZIA will die Studie „Real Estate Compensation Clubbenchmark 2022“ eine fundierte Standortbestimmung der derzeitigen Vergütungssituation im Marktvergleich geben. Untersucht werden sollen unter anderem die Vergütungselemente Grund- und Gesamtbezüge, Variable Vergütung, Zielvergütung, Bonusempfänger sowie wesentliche Zusatzleistungen wie ein Firmenwagen oder Altersvorsorge für knapp 90 unterschiedliche Berufsprofile von Fach- und Führungskräften in der Immobilienwirtschaft.

"Die Unternehmen empfinden gerade große Unsicherheit darüber, was sie ihren Schlüsselfunktionen zahlen sollen und können, da zum einen durch den Fach- und Führungskräftemangel und zum anderen durch Pandemie und Inflation die bisher bewährte Gehaltsstruktur ins Wanken gerät”, stellt Julia Leitl-Civan, Senior Managerin bei Kienbaum fest.

Noch bis Ende Juni können sich Marktteilnehmer für die Studie anmelden. In einem ISO-zertifiziertem Online-Tool können die teilnehmenden Unternehmen dann ab Oktober die Ergebnisse einsehen. „Im letzten Jahr kamen über 14.200 Datensätze zusammen,“ so Thomas Flohr, Managing Partner bei Bernd Heuer Karriere. „Seither hat sich das Gehaltsgefüge in der Branche noch einmal deutlich weiterentwickelt“, ergänzt Oliver Rüsing, Principal bei Kienbaum. Vor allem die Gegenüberstellung der eigenen Vergütungsdaten mit den Marktdaten könnte bei vielen Marktakteuren für Aufklärung sorgen, welche Gehaltsstrukturen gerade üblich sind und eben auch, welche Vergütungen und Vergütungsmodelle geschaffen werden müssen, um im War for Talents zu bestehen.

Unternehmen, die an der Studie teilnehmen möchten, können sich mit einer kurzen Mail an recb@kienbaum.de anmelden.

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zuletzt editiert am 02. Juni 2022
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