Der Kölner Stadtrat hat den Erwerb der nördlichen Messehallen vom bisherigen Eigentümer RFR beschlossen.
Das nördliche Messegelände in Köln wird einen neuen Eigentümer bekommen. Der Kölner Stadtrat hat dem Kauf durch die Kommune mehrheitlich zugestimmt. Im Gespräch ist ein Kaufpreis von 350 Millionen Euro zuzüglich 35 Millionen Euro Nebenkosten. Das südliche Messeareal mit den Hallen 1 bis 5 sowie 10 und 11 gehört der Stadt bereits weitestgehend.
Die RFR Holding hatte schon seit dem vergangenen Jahr einen Käufer für die Liegenschaft gesucht. Das Gelände ist rund 80.000 Quadratmeter groß und umfasst das Congress Centrum Nord, die Nordhallen 6 bis 9 mit weiteren Grundstücken und Verbindungsgängen. Die Stadt Köln bekam in einem offenen Bieterverfahren den Zuschlag für den Kauf. RFR besaß bisher 80 Prozent der entsprechenden Grundstücksgesellschaft.
Der Mietvertrag mit der Kölnmesse läuft bis zum Jahr 2035. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger meldet, betrug die Miete für das Jahr 2018, als das Gelände noch den Oppenheim-Esch-Fonds gehörte, 15,5 Millionen Euro. Dieser Mietzins war das Ergebnis eines Vergleichs, den die Stadt nach einer Klage der EU-Kommission mit dem Fonds aushandelte. Im Jahr 2021 erwarb RFR sukzessive 80 Prozent des nördlichen Messegeländes sowie zusätzlich die „Rheinpark-Metropole“ mit dem Sitz von RTL und der Talanx-Versicherung für insgesamt 1,1 Milliarden Euro.
RFR hatte 2021 Fondsanteile erworben, die der Deutschen Bank gehörten. Darüber hinaus kaufte das Unternehmen, wie der Kölner Stadt-Anzeiger recherchiert hat, offenbar Anteile weiterer Anleger wie der Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, der Deichmann-Familie, der LTU-Erben Conle-Kalinowski und Holger Lampatz, dem Gründer von Maxdata. Auch der Name Matthias Graf von Krockow, Ex-Gesellschafter des Bankhauses Sal. Oppenheim, taucht auf.
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