Calatrava-Boulevard
Der "Calatrava-Boulevard" aus der Perspektive Kö Nordwest. (Quelle: Centrum Gruppe / Santiago Calatrava LLC.)

Projekte

23. January 2023 | Teilen auf:

Düsseldorf bekommt neues Luxus-Quartier

Mit dem Projekt "Calatrava-Boulevard" soll an der Düsseldorfer Königsallee ein neues Luxus-Quartier entstehen.

Für das Areal zwischen Königsallee, Königstraße und Steinstraße hat Uwe Reppegather, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Centrum Gruppe, heute gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und dem Architekten und Ingenieur Dr. Santiago Calatrava eine architektonisch anspruchsvolle sowie nachhaltige Entwicklung für ein Luxus-Quartier mit internationaler Strahlkraft vorgestellt.

Das Projekt wurde bereits mit dem Neubau der Kö36 und dem Einzug der Marken Moncler und Fendi begonnen. Ziel ist es, die Modernisierung schrittweise durchzuführen und hierbei den Geschäftsbetrieb auf der Königsallee möglichst wenig zu belasten. Insgesamt sollen 22.000 Quadratmeter Büroflächen sowie 15.000 Quadratmeter Luxushandel und Gastronomie entstehen. Die Planung sieht die Fertigstellung des gesamten Bauvorhabens bis zum Jahr 2028 vor.

Der in Zusammenarbeit mit Uwe Reppegather entstandene Entwurf von Santiago Calatrava soll "eine Synergie aus drei Komponenten" bilden. Wir zitieren aus der Projektbeschreibung:

  • Stärkung der Königsallee als Prachtboulevard: Durch die Modernisierung der an der Königsallee gelegenen Gebäude wird sie zu einer zukunftsfähigen ersten Adresse für internationale Luxus-Flagshipstores. Die Gebäude werden durch hohe und einladende Fassaden Flächen für den Handel des Luxussegmentes beherbergen. In ihren Obergeschossen wird es Büronutzungen geben. Hierbei wird die gewachsene Struktur der Kö-Fassaden erhalten bleiben. Die Kö-Häuser werden an den Boulevard angeschlossen.
  • Flanieren und Genießen: Der Boulevard verläuft parallel zur Königsallee und verbindet die Königstraße mit der Steinstraße. Seine Begrünung, das öffenbare Glasdach und die skulpturale Architektur schaffen eine wetterunabhängige, hohe Aufenthaltsqualität für internationale und lokale Spitzen-Gastronomie und Handelskonzepte. Die sinuswellenförmigen Schwünge der Innenfassade bewegen sich wellenartig zu den Außenfassaden der König- und der Steinstraße und bilden so eine unvergleichliche Einheit.
  • Prägnanter Hochpunkt für moderne Büroflächen: Zum Martin-Luther-Platz sieht der Entwurf einen prägnanten Hochpunkt vor. Ein geschwungenes und gewölbtes Dach im Bereich der Königstraße beziehungsweise des Martin-Luther-Platzes bleibt dabei mit einer Höhe von circa 41,2 Meter unterhalb der üblichen Höhe der Hochhäuser der Landeshauptstadt. In der Mittelachse des im Grundriss dreieckigen Hochpunktes befindet sich ein direkter Durchgang zum Boulevard, von dem auch die Lobby für die Büroflächen, die sich im zweiten Obergeschoss bis zum achten Obergeschoss befinden, erschlossen wird. Die beiden ersten Geschosse dienen außerdem der Gastronomie- und Handelsnutzung. Großzügig begrünte Dachterrassen und integrierte Solarpanele in den Dachflächen unterstreichen die Nachhaltigkeit des Projektes.

„Wir möchten die Königsallee an die Spitze der europäischen Einkaufsstraßen bringen. Dafür haben wir uns lange und intensiv mit dem internationalen Luxushandel ausgetauscht und das Dialogverfahren der Stadt zur Zukunft der Kö sehr genau mit begleitet“, erklärt Uwe Reppegather, Geschäftsführender Gesellschafter der Centrum Gruppe. Das daraus entwickelte Konzept sehe eine innovative Kombination aus modernen Handelsflächen für internationale Flagshipstores mit gehobener Gastronomie vor. „Dieses Projekt von internationaler Ausstrahlung kann ein neues Wahrzeichen für die schönste Einkaufsstraße Europas werden“, ergänzt er.

Visualisierung Calatrava-Boulevard
Visualisierung des Projekts. (Quelle: Centrum Gruppe / Santiago Calatrava LLC)

„Der ‚Calatrava-Boulevard‘ unterstreicht einmal mehr die Internationalität unserer Stadt“, sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. „Ich freue mich sehr, dass die Centrum-Gruppe die von der Kö abgewandten Grundstücke umfänglich neu und architektonisch herausragend entwickelt und dem weltbekannten Prachtboulevard so zu neuem und zusätzlichen Glanz verhilft. Hier über eine Milliarde Euro zu investieren ist ein klares Bekenntnis zu unserer Stadt, für das ich Uwe Reppegather außerordentlich dankbar bin. Es ist dieser Mut, den wir benötigen, um unsere Stadt in die Zukunft zu führen. Die Entwürfe zeigen, dass dies auch unter Beibehaltung historischer Architektur gelingen kann.“

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zuletzt editiert am 23.01.2023