Die Bremer Projektentwicklung errichtet am Standort seiner Hauptzentrale den „Gewerbepark Paderborn-Mönkeloh“. Die Baugenehmigung für das knapp 11.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassende Objekt liegt bereits vor. Die Bauarbeiten sollen im Mai 2022 beginnen, knapp 50 Prozent sind bereits vorvermietet. Verkäufer des circa 19.800 Quadratmeter großen Grundstücks ist die Stadt Paderborn.
Verfügbare Grundstücke für Gewerbeflächen in nachhaltigkeitsorientierter Bauweise sind in Paderborn rar. „Umso mehr freut es uns, dass wir mit der Errichtung unseres CO2-positiven Gewerbeparks eine Baulücke schließen und Unternehmen Raum für ihr Geschäft in der Region anbieten können“, sagt Michael Dufhues, Vorstand der Bremer AG. „Unser Dank gilt der Stadt Paderborn, die es uns mit der Entwicklung des Gewerbepark Paderborn-Mönkeloh ermöglicht, an unserem Hauptstandort weiter zu wachsen.“
„Nutzer können mit den mieterseitigen Einbauten bereits ab Ende Dezember 2022 beginnen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts am nachgefragten Gewerbegebiet Mönkeloh inklusive Außenanlagen ist für Ende Februar 2023 geplant“, berichtet Bernd Jungholt, Geschäftsführer der Bremer Projektentwicklung.
Im ersten Schritt wird ein Drittel der Gesamtfläche die Bremer AG, die seit ihrer Gründung 1947 am Standort Paderborn beheimatet ist, selbst nutzen, um in Werksnähe Flexibilität für die Produktionsprozesse zu gewinnen. Zudem ist ein Abschnitt bereits vor Baubeginn langfristig an einen City-Online-Lebensmittelhändler (knapp 1.700 m²) vermietet, der für die Belieferung seiner Endkunden ausschließlich lärmemissionsarme Elektrofahrzeuge einsetzen wird.
Der Neubau soll gemäß Nachhaltigkeitskriterien (DGNB-Gold 2018 Klimapositiv) entwickelt, realisiert und zertifiziert werden. Beim geplanten Gewerbepark gehören unter anderem diese Maßnahmen dazu: Der Einsatz von Wärmepumpen als Hallenheizung sowie die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem gesamten Dach des Gewerbeparks mit einer Leistung von rund 500 kW, um einen klimapositiven Betrieb zu erreichen.
Eine weitere Maßnahme stellt die Fassadenbegrünung auf der Rückseite des Gewerbeparks dar. Hier will Bremer neue Wege mit nachwachsenden, saisonalen Pflanzen gehen. Ziel sei es, dass die Pflanzen im Sommer zur Kühlung beitragen und die Fassade im Winter direkt von der Sonneneinstrahlung profitiert. Die gewonnene Biomasse solcher Fassadenbegrünungen kann in Zukunft zum Beispiel Biogasanlagen zugeführt werden, um fossiles Gas einzusparen. „Bei der Eingrünung des Geländes werden wir auf eine intensive Bepflanzung setzen, die den geänderten klimatischen Bedingungen gewachsen sein wird“, führt Jungholt abschließend aus.
