Siegerentwurf für das Bauwens-Projekt 'Grünwerk'
Der Siegerentwurf von Michels Architekturbüro. Am Wettbewerb haben außerdem Astoc, Kaden+, Partner und Partner Architekten und Spine Architects teilgenommen. (Quelle: Bauwens / Michels Architekten)

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30. June 2022 | Teilen auf:

Bauwens plant 160 Wohnungen in Köln-Bocklemünd

Bis 2026 soll im Kölner Stadtteil Bocklemünd der Holz-Hybrid-Wohnkomplex "Grünwerk" entstehen – Bauwens hat nun den Siegerentwurf präsentiert.

Auf einem ehemals gewerblich geprägten Areal zwischen Lerchenweg und Schaffrathsgasse am nordwestlichen Stadtrand von Köln plant Bauwens die Errichtung von circa 160 Wohnungen. Mindestens 30 Prozent davon sollen öffentlich gefördert werden. Der Siegerentwurf stammt vom Architekturbüro Michels und sieht neben nachhaltig gestaltetem Wohnraum eine Kita, eine Tiefgarage sowie mehr als 300 Stellplätze für Fahrräder vor.

„Unser Entwurf ist sowohl ökologisch, ökonomisch als auch sozial nachhaltig“, erklärt Andreas Michels, Inhaber von Michels Architekturbüro. Soweit möglich setze man demontierbare Verbindungen ein, um eine Wiederverwendung zu ermöglichen. Entsprechend sieht der Siegerentwurf Außenwände aus Massivholz vor. „Doch Holz allein ist nicht die Lösung“, so Michels. Das sehe man zum Beispiel bei der Innenverkleidung. Hier setzen die Architekten auf gespachtelte Strohbauplatten, deren Rohstoff deutlich schneller nachwächst als Holz. Die Fassaden sollen laut Entwurf begrünt werden. Das diene nicht nur der ökologischen Nachhaltigkeit, sondern soll – durch unterschiedliche Auswahl der Pflanzen – jedem Gebäude eine eigene Identität geben.

Bei der Energieversorgung setzt der Entwurf auf einen möglichst klimaneutralen Betrieb. Möglich machen soll das unter anderem die Nutzung von Abwärme aus dem Abwasserkanal oder Geothermie. Die Dachflächen sollen zur Stromversorgung mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Zudem seien die Baukörper auf eine möglichst uneingeschränkte Besonnung ausgerichtet.

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zuletzt editiert am 30.06.2022