Der ZIA warnt beim Gebäudemodernisierungsgesetz vor hohen Kosten, engen Zeitpfaden und Risiken für den Klimapfad.
Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) sieht im Referentenentwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) grundsätzlich wichtige Ansätze zur Umsetzung der europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie EPBD. Zugleich warnt der Verband vor wirtschaftlichen Belastungen und Risiken für die Klimaziele im Gebäudesektor.
Aus Sicht des ZIA enthält der Entwurf praxisnahe Regelungen für Nichtwohngebäude – etwa bei Gebäudeautomation, Mindesteffizienzstandards und Ladeinfrastruktur. Entscheidend sei jedoch, dass die Umsetzung wirtschaftlich tragfähig bleibe.
Kritik an Zeitpfaden und Kosten
Der Verband sieht insbesondere die vorgesehenen Zeitvorgaben kritisch. Diese stünden nicht im Einklang mit den tatsächlichen Planungs-, Investitions- und Sanierungszyklen bestehender Immobilienportfolios. Auch die wirtschaftlichen Belastungen der Transformation bewertet der ZIA als Herausforderung für die Branche.
Kritisch sieht der Verband zudem die im Gesetzentwurf vorgesehene Öffnung für fossile Heizungsoptionen. Nach Einschätzung des ZIA könnte dies dazu führen, dass Investitionen in nicht nachhaltige Heizsysteme den Klimapfad des gesamten Gebäudesektors gefährden.
„Wichtig ist, dass mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz nicht zugleich der Anspruch auf einen klaren, verlässlichen und systemisch eingebetteten Transformationspfad aufgegeben wird“, betont ZIA-Präsidentin Schöberl. „Sollten die Klimaziele verfehlt werden, darf dies später definitiv nicht zulasten der professionellen Immobilienwirtschaft gehen, die bereits besonders umfassend in die Transformation investiert hat.“
Der Verband fordert damit aus seiner Sicht verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen, um Investitionssicherheit für die Transformation des Gebäudesektors zu gewährleisten.
