Ein beeindruckendes Panorama von München mit dem Olympiaturm im Hintergrund und grünen Bäumen im Vordergrund.
Die Aussicht vom Standort – der südliche Bauabschnitt soll bis 2027 fertiggestellt werden, der nördliche Bauabschnitt bis 2030. (Quelle: WÖHR + BAUER)

Projekte 2025-07-24T07:19:53.170Z München: Wöhr + Bauer plant Gewerbequartier am Frankfurter Ring

Am Standort einer Münchner Renault-Niederlassung entstehen rund 31.000 Quadratmeter neue Büro- und Gewerbeflächen in zwei Bauabschnitten.

Wöhr + Bauer hat den Baustart für ein neues Büro- und Gewerbequartier im Münchner Norden angekündigt. Auf dem Gelände der bisherigen Renault-Niederlassung am Frankfurter Ring 71 soll in zwei Abschnitten ein Ensemble mit insgesamt rund 31.300 Quadratmetern Geschossfläche entstehen. Die Entwicklung erfolgt im KfW-Effizienzhaus-40-Standard und sieht neben Büroflächen auch Showrooms und sogenannte Makerspaces vor.

Eine städtische Straßenszene mit einem Autohaus im Vordergrund und bewölktem Himmel im Hintergrund.
Der Neubau entsteht auf dem Gelände der größten Renault-Niederlassung Münchens. (Quelle: WÖHR + BAUER)

Das Vorhaben ist Teil der von der Stadt München initiierten Umgestaltung des Gewerbebereichs entlang des Frankfurter Rings. Ziel ist es, das bisher rein gewerblich genutzte Gebiet in ein urbanes, durchmischtes Arbeitsumfeld zu transformieren. Die Immobilie soll nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip errichtet und mit Photovoltaik sowie Fernwärme versorgt werden. Eine Zertifizierung in DGNB-Gold und Wiredscore-Gold wird angestrebt.

Erster Bauabschnitt bis Ende 2027

Der erste Bauabschnitt im südlichen Teil des Areals soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden. In das Erdgeschoss zieht anschließend Renault als langfristiger Mieter auf 2.100 Quadratmetern mit einem Autohaus ein. Danach beginnt der zweite Bauabschnitt im nördlichen Bereich. Die Renault-Niederlassung bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb.

Finanziert wird das Projekt von einem Bankenkonsortium unter Führung der Stadtsparkasse München. Der zweite Bauabschnitt wird von der Stadtsparkasse Augsburg begleitet. Angaben zur Vermietung der übrigen Flächen wurden bislang nicht gemacht; laut Projektentwickler liegt aktuell keine Vorvermietungsquote vor.

Nutzungsvielfalt und Radmobilität im Fokus

Geplant sind flexibel teilbare Mieteinheiten ab 570 Quadratmetern sowie Gemeinschaftsflächen, Loggien, E-Bike-Stellplätze und Sanitärbereiche für Radpendler. Die Anbindung an das Münchner U-Bahn- und Radwegenetz gilt als ein zentrales Standortargument. Zudem wird das Objekt über 237 PKW-Stellplätze verfügen.

Mit dem Projekt will Wöhr + Bauer an frühere Entwicklungen im Stadtgebiet anknüpfen, darunter die Umnutzung der ehemaligen Optimol Ölwerke im Werksviertel oder das aktuell im Bau befindliche Falckenberg Ensemble in der Innenstadt.

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zuletzt editiert am 24. Juli 2025
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