Philip Grosse strebt keine Verlängerung seines Vertrags als Finanzvorstand an. Vonovia will die Nachfolge in Kürze bekannt geben.
Philip Grosse hat den Aufsichtsrat von Vonovia darüber informiert, dass er seinen Ende 2027 auslaufenden Vertrag als Finanzvorstand nicht verlängern will. Der Bochumer Wohnimmobilienkonzern teilte die Entscheidung am 4. November mit der Vorlage seiner vollständigen Neunmonatszahlen mit. Grosse führt seine Aufgaben weiter und soll den Übergang an der Spitze des Finanzressorts begleiten.
Zu seinen Beweggründen sagt Grosse: „Nach mehr als zehn Jahren als CFO börsennotierter Immobilienunternehmen ist für mich jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, beruflich ein neues Kapitel zu beginnen.“
Operativer freier Cashflow sinkt um ein Drittel
Der operative freie Cashflow lag nach neun Monaten bei 932,5 Millionen Euro und damit 34,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Vonovia führt den Rückgang auf vorübergehende Effekte im Nettoumlaufvermögen, ein geringeres Verkaufsvolumen im Segment Recurring Sales und höhere Zahlungen an Minderheitsaktionäre zurück. Die Zahlungen sind nach Konzernangaben gestiegen, seit der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Deutschen Wohnen im August 2025 in Kraft getreten ist.
Das konzernweite Verkaufsvolumen belief sich bis Ende September auf rund 900 Millionen Euro. Davon entfielen rund 410 Millionen Euro auf Verkäufe außerhalb des Kernportfolios und rund 240 Millionen Euro auf Minderheitsbeteiligungen. Weitere rund 220 Millionen Euro erzielte Vonovia im Segment Recurring Sales, in dem der Konzern 965 Wohnungen veräußerte.
