Dieses Bild zeigt ein modernes Bürogebäude mit roter Fassade an einem sonnigen Tag. Mehrere Etagen mit großen Fenstern sind sichtbar, während Menschen und Fahrzeuge auf der Straße zu sehen sind.
Das Bürohaus „Rossio“ bildet den Eingang zur Kölner Messecity – benannt wurde es nach dem Kopfbahnhof der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. (Quelle: STRABAG/ECE/HH-Vision)

Investment 2024-06-13T07:37:30.845Z Stadt Köln plant Kauf eines Bürohauses für 300 Millionen Euro

Die Stadt Köln will offenbar das Bürohaus „Rossio“ in der Messecity für knapp 300 Millionen Euro kaufen.

Die Stadt Köln plant, das Bürohaus „Rossio“ im neuen Geschäftsviertel Messecity am Bahnhof Messe/Deutz zu kaufen – das berichtete zuerst der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der Stadtrat soll demnach am 27. Juni über den Vorschlag der Verwaltung abstimmen, das Bürohaus für 271,5 Millionen Euro zu erwerben. Zusätzliche Kosten für Grunderwerbssteuer und Notarkosten erhöhen die Gesamtausgaben auf knapp 300 Millionen Euro.

Der geplante Kauf ist eine Reaktion auf den problematischen Mietvertrag von 1999 für das Technische Rathaus an der Lanxess-Arena. Der Vertrag, der bis 2029 läuft, verpflichtet die Stadt zur kostspieligen Instandhaltung des Gebäudes. Die geschätzten Kosten für die notwendigen Renovierungen belaufen sich auf 129,2 Millionen Euro, mit einer zusätzlichen Kalkulation von 23,4 Millionen Euro für ein Interimsgebäude und weiteren 25,3 Millionen Euro für zukünftige Instandsetzungen über die nächsten 30 Jahre. Diese Summen führen zu einer Gesamtkostenschätzung von 177,9 Millionen Euro.

Langfristige Einsparungen

Durch den Kauf des „Rossio“ beabsichtigt die Stadt, langfristig Geld zu sparen. Laut der Stadtverwaltung beläuft sich die Einsparung auf 71,9 Millionen Euro über einen Zeitraum von 30 Jahren, basierend auf einer Vergleichsrechnung zwischen Kaufpreis und Mietzahlungen.

Die Messecity ist ein modernes Geschäftsviertel, das von Strabag und ECE mit einer Investition von 750 Millionen Euro entwickelt wird. Die Zurich Versicherung hat bereits drei Gebäude bezogen, und weitere Mieter wie die Beratungsgesellschaft KPMG werden bald folgen. Das „Rossio“ soll im nächsten Jahr fertiggestellt werden und über rund 30.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche verfügen – die Stadt plant, es ab Ende 2025 zu nutzen.

Allerdings gibt es rechtliche Unsicherheiten bezüglich des bestehenden Mietvertrags des Technischen Rathauses. Der Vertrag sieht vor, dass die Kündigung eines Mietvertrags auch die Kündigung der anderen Mietverträge zur Folge hat. Die Eigentümerseite hat jedoch signalisiert, dass eine getrennte Abmietung möglich sei. Ob dies dem Stadtrat als Grundlage für die Kaufentscheidung ausreicht, bleibt abzuwarten.

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zuletzt editiert am 13. Juni 2024
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