Aus der historischen Montagehalle in Babelsberg ist der Bürokomplex „Paradome Potsdam“ mit rund 540 Arbeitsplätzen entstanden.
Die Umnutzung der denkmalgeschützten Lokomotiv-Montagehalle in Potsdam-Babelsberg ist abgeschlossen. Unter dem Namen „Paradome Potsdam“ entstand auf 16.000 Quadratmetern ein moderner Büro- und Verwaltungsstandort mit rund 540 Arbeitsplätzen.
Das Gebäude, 1899 errichtet und zuletzt nur noch als Filmkulisse genutzt, stand vor dem Abriss. Bollinger + Fehlig Architekten (BFA) haben die Halle gemeinsam mit Undkraussconsult und Kniepkamp Architekten zu neuem Leben erweckt. Auftraggeber war Driven Investment im Namen einer Investorengemeinschaft.
Neuer Sitz für das Hauptzollamt
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat den Komplex bereits angemietet. Er wird künftig als Sitz des Hauptzollamts Potsdam genutzt. Das Gebäude liegt in fußläufiger Entfernung zum S-Bahnhof Babelsberg.

„Die Transformation dieser ehemaligen Lok-Montagehalle in einen modernen Bürobau zeigt, wie Bauen im Bestand Geschichte und Zukunft miteinander verbindet. (...) Mit dem ‚Paradome Potsdam‘ zeigen wir, welches enorme Potenzial in der Wiederbelebung von Bestandsgebäuden steckt. Die besondere Atmosphäre kann auch ein wirtschaftlicher Vorteil sein“, erklärt Roger Bollinger, geschäftsführender Gesellschafter von BFA.
Der Umbau erhielt 2024 beim Brownfield Award des DEBV einen Sonderpreis. Die Planer verwandelten die einstige Durchfahrt der Halle in den Eingangsbereich und errichteten im Inneren ein eingeschossiges Gebäude mit begehbarem Dach. So blieb der Eindruck der 20 Meter hohen Kuppel mit 48 Metern Spannweite erhalten.
Das Dach aus Stahlbeton nimmt die Form der früheren Sheddächer auf, interpretiert sie jedoch neu. Zudem sorgen gezielte Fassadendurchbrüche für mehr Tageslicht in den Büros.