Lars von Lackum
Lars von Lackum (Quelle: Rüdiger Nehmzow)

Unternehmen & Köpfe

10. November 2022 | Teilen auf:

LEG gibt Projektentwicklungsgeschäft auf

Der Immobilienkonzern LEG ändert seine Geschäftsstrategie, um die Liquidität des Unternehmens zu stärken.

Ukraine- und Energiekrise, die hohe Inflation und steigende Zinsen stellen auch die LEG trotz der anhaltend hohen Nachfrage nach ihrem Produkt „bezahlbares Wohnen“ vor neue Herausforderungen. Dies betrifft insbesondere die gestiegenen Finanzierungskosten. Für das Jahr 2023 hat daher der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die Geschäftsstrategie verstärkt auf höchstmögliche Kapitaleffizienz zu fokussieren. Anstelle der branchenüblichen Kennzahl FFO I orientiert sich die LEG künftig an dem AFFO – den um aktivierte Capex-Maßnahmen adjustierten FFO I –, „um den erwirtschafteten und frei verfügbaren Cashflow besser zu reflektieren“, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

„Wir werden 2023 die Investitionen pro Quadratmeter, die wir in den letzten Jahren stark ausgeweitet haben, nominal etwa auf das Niveau von 2019 zurückführen – das ist eine Größenordnung, die es uns auch weiterhin ermöglicht, gutes, zeitgemäßes Wohnen anzubieten“, erläutert LEG-CEO Lars von Lackum. Zur weiteren Stärkung der Liquidität hat das Unternehmen beschlossen, keine weiteren Ankäufe vorzunehmen und das Projektentwicklungsgeschäft aufzugeben.

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zuletzt editiert am 10.11.2022