KGAL sichert sich das Justizzentrum Erfurt von HIH Invest – gemeinsam mit einem Windpark fließt es in ein neues Debeka-Portfolio.
Die KGAL Investment Management hat zwei Objekte für das neue Real-Asset-Portfolio der Debeka erworben: das Justizzentrum in Erfurt sowie einen im Bau befindlichen Windpark in Schleswig-Holstein. Beide Anlagen zeichnen sich durch langfristig gesicherte Erträge aus und sind Bestandteil eines bis zu 400 Millionen Euro schweren Fonds mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur- und Sozialimmobilien.
Das Justizzentrum in der Rudolfstraße 46 in Erfurt wurde von HIH Invest im Rahmen eines Asset Deals verkauft. Die Immobilie gehört zu den zentralen Verwaltungs- und Gerichtsstandorten des Freistaats Thüringen und ist vollständig an das Land vermietet. Untergebracht sind unter anderem das Amtsgericht, das Landesarbeitsgericht, das Landessozialgericht sowie die Staatsanwaltschaft.
Das Gebäude wurde 1999 errichtet, umfasst rund 19.400 Quadratmeter Mietfläche und verfügt über 225 Stellplätze, davon 97 in einer Tiefgarage. Die Regelgeschosse mit je 2.900 Quadratmetern lassen sich flexibel in bis zu vier Einheiten aufteilen. Der aktuelle Mietvertrag mit dem Freistaat läuft noch bis Ende 2041.
Daniel Asmus, Head of Transaction Management Office Germany bei HIH Invest, kommentiert: „Das Objekt zeichnet sich durch einen bonitätsstarken staatlichen Mieter und eine langfristige Perspektive am Standort aus. Dementsprechend war das Interesse auf Käuferseite groß.“ Die Transaktion wurde von BNP Paribas Real Estate begleitet, rechtlich beraten hat Norton Rose Fulbright.
Zweites Investment ist der Windpark „Loop“ im Kreis Rendsburg-Eckernförde, rund 75 Kilometer nördlich von Hamburg. Die fünf Windturbinen mit einer installierten Gesamtleistung von 28,5 Megawatt sollen im dritten Quartal 2026 in Betrieb gehen. Über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind die Einspeisevergütungen für 20 Jahre gesichert. Erwartet wird ein jährlicher Stromertrag von etwa 69.200 Megawattstunden.
Die Debeka Versicherungsgruppe zeigt sich zufrieden mit dem Fondsstart. Finanzvorstand Ralf Degenhart erklärt: „Zu den langfristig stabilen Renditeperspektiven kommt ein weiterer Punkt: Erneuerbare Energien leisten essenzielle Beiträge zum Klimaschutz und zur Stärkung der Energieunabhängigkeit Europas. Eine intakte soziale Infrastruktur wiederum fördert das Gemeinwohl und die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft.“
Die KGAL wurde Ende 2025 mit dem Aufbau und Management des gemischten Real-Asset-Portfolios beauftragt ( wir berichteten ). Im Zentrum stehen Direktinvestitionen in erneuerbare Energien und Infrastrukturimmobilien. Für die Debeka wurden dazu zwei Evergreen-Fonds mit einem Investitionsvolumen von bis zu 400 Millionen Euro aufgelegt.
