Foto von Tanja Liebig und Benjamin Ruchser
Tanja Liebig und Benjamin Ruchser bilden bei Köln Business das Team Zentrenmanagement. (Quelle: KölnBusiness)

Standorte & Märkte 2024-08-28T09:08:57.043Z Den Strukturwandel begleiten

Seit gut einem Jahr gibt es in Köln das Citymanagement der Köln Business Wirtschaftsförderung. Das Team – Benjamin Ruchser und Tanja Liebig – spricht über aktuelle Herausforderungen und Projekte.

Was sind die aktuellen Herausforderungen in der Kölner Innenstadt?

Tanja Liebig: Köln hat eine gute Ausgangsbasis mit hohen Passant:innenfrequenzen und einer hohen Nachfrage nach Ladenlokalen. Eine große Herausforderung ist aber der Strukturwandel im Einzelhandel. Traditionelle Geschäfte weichen neuen Konzepten, Investitionen führen zeitweise zu vermeintlichen Leerständen und zu Baustellen – das sind Veränderungen, die wir erklären und begleiten.

Benjamin Ruchser: Ein weiterer Schwerpunkt ist daher die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Sauberkeit in der City – Themen, die vor allem in städtischer Hand liegen.

Was sind Ihre Hauptaufgaben?

Benjamin Ruchser: Unser Hauptziel ist es, die Erlebnis- und Aufenthaltsqualität in der Kölner Innenstadt weiter zu steigern. Dazu bringen wir verschiedene Akteure zusammen und sind Schnittstelle zur Stadt Köln, um Services zu beschleunigen.

Tanja Liebig: Neben der Stadt arbeiten wir eng mit dem Einzelhandel, der Gastronomie und Immobilieneigentümern zusammen. Wir veranstalten regelmäßig Workshops und Foren zu Themen wie Stadtbegrünung, Mischnutzungskonzepten, Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung. Das fördert den Austausch und hilft, gemeinsam innovative Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für lokale Akteure?

Benjamin Ruchser: Der Rat der Stadt Köln hat im vergangenen Jahr den „Verfügungsfonds Kölner City“ mit einem Gesamtvolumen von 200.000 Euro beschlossen. Damit können wir Projekte mit einer Förderquote von bis zu 80 Prozent unterstützen.

Tanja Liebig: Als Impulsgeber und Schnittstelle beraten wir Antragsteller:innen in enger Absprache mit der Stadtverwaltung. Damit helfen wir insbesondere Vereinigungen und Interessengemeinschaften aus Handel und Gastronomie.

Können Sie Beispiele für Förderprojekte nennen?

Benjamin Ruchser: Grundsätzlich können alle Projekte gefördert werden, die zur Belebung und Aufwertung der Innenstadt beitragen – also zum Beispiel wiederkehrende oder aufeinander aufbauende Veranstaltungen oder auch Dinge, die zu einer sichtbaren Aufwertung des öffentlichen Raums beitragen, wie zum Beispiel Blumenampeln oder Straßenüberspannungen.

Tanja Liebig: Darüber hinaus kann der Fonds auch Maßnahmen unterstützen, die Kunst, Bildung, Kultur und Einzelhandel miteinander verbinden, also einen sozial-integrativen Zusammenhang entfalten können.

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zuletzt editiert am 28. August 2024
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