Professionelle Fotomontage: Ron mit bunter Propellerkappe steht vor dem Eingang der Real Estate Arena, auf dem "Herzlich Willkommen!" steht.
Praktikant Ron Hess vor dem Eingang der Real Estate Arena. (Quelle: immobilienmanager/REA/Ron Hess)

Unternehmen & Köpfe 2025-06-11T13:03:59.210Z #ichlernenoch Teil 7: Mess(e)diener in Hannover

Ein Mann. 30 Praktika. In verschiedensten Unternehmen der Immowelt. Ron Hess wird in unserer Serie #ichlernenoch freiwillig zum Langzeitpraktikanten.

Als Veranstalter der On-geo Days weiß ich, wie aufwendig es ist, ein paar Hundert Immobilienprofis über zwei Tage zu unterhalten. Aber wie stressig muss es erst sein, 7.500 Menschen für zwei Tage bei Laune zu halten? Genau das wollte ich herausfinden – bei meinem Praktikum bei der Real Estate Arena in Hannover.

Die Real Estate Arena (REA) ist so etwas wie der Rising Star am Messehimmel der Immobilienwirtschaft. Nach der Pandemie dachten sich die Veranstalter, der Branche auch mal den Norden des Landes zu zeigen – und luden 2022 zum ersten Mal in die Deutsche Messe ein. Heute, vier Jahre später, ist die REA eine feste Größe in den Kalendern der Branche – und wächst weiter. 2025 kam eine zusätzliche Halle dazu – und natürlich der Merge mit der Real Future Conference von Blackprint, dem Proptech-Mekka Deutschlands.

Tag 1: Muskel- und Messe-Aufbau

Mit entsprechend hohen Erwartungen bin ich morgens von Erfurt nach Hannover gefahren. Ich hatte mit Geschrei, Gehetze und blanken Nerven gerechnet – und fand das genaue Gegenteil vor: Hier wurde ruhig und konzentriert gearbeitet. Viele Aussteller und die Messeprofis legten letzte Hand an, bevor es ans Feintuning ging.

Ein Mann mit Bart trägt eine orangefarbene Warnweste und eine schwarze Kappe. Er steht in einem Innenraum mit gelben Strukturen im Hintergrund.
Ausgestattet mit Messe-Warnweste ging es durch die Hallen. (Quelle: Ron Hess)

Ich lernte meine beiden Praktikumsbeauftragten kennen: Stephanie Wieghaus und Gunda Lippoldt, die als Projektkoordinatorinnen die REA verantworten – und mich als Praktikanten. Sie hatten auch schon Aufgaben für mich vorbereitet. An dieser Stelle muss ich zugeben: Körperliche Arbeit bin ich nicht gewohnt, auch wenn man es mir vielleicht nicht ansieht. Also hieß es: Kisten schleppen, Meter machen und den Messehallen beim Wachsen zusehen.

Mittendrin traf ich Hartwig von Saß, den man getrost als „Herr der REA“ bezeichnen kann. Er wirkte extrem entspannt, obwohl am nächsten Tag die Hallen voller Menschen sein würden. Das hat mich beeindruckt – bei den On-geo Days liegen bei uns in der Regel einen Tag vorher die Nerven blank. Aber das unterscheidet den Profi vom Amateur (wobei unsere On-geo Days natürlich auch immer großartig sind!). Hartwig würdigte meinen selbstlosen Einsatz sofort mit einem eigenen „Team“-Bändchen – ich gehörte jetzt also wirklich dazu.

Und genau deswegen durfte ich auch dieses Wahnsinns-Essen in der Kantine genießen: Schweinemedaillons mit Kartoffeln und Spargel für 4,50 Euro (!). Damit kann man nicht mal in der heimischen Küche konkurrieren. Frisch gestärkt ging es weiter ans Werk – es gab schließlich noch einiges zu tun.

Tag 2: Messewahnsinn

Am zweiten Tag wechselte ich mein Outfit von lässig-leger Messebau zu lässig-leger Messebesuch. Als Praktikant, Aussteller, Juror, Speaker und Unruhestifter hatte ich heute gleich mehrere Rollen. Die Halle füllte sich schnell, und unser Stand-Maskottchen, der mannshohe Papagei „Lora“, erfüllte seinen Dienst: Selfie-Zwang für alle!

Die Vorbereitungen schienen perfekt aufgegangen zu sein: Überall strömten Menschen, keine Warteschlangen, alles lief reibungslos. Ja, die Deutsche Messe versteht ihr Handwerk.

Eine Diskussionsrunde mit mehreren Personen an einem Tisch auf einer Messe.
Ron hatte als Juror auch einen Anzug im Gepäck. (Quelle: privat)

Ich war auch ein bisschen aufgeregt. Dieses Jahr durfte On-geo die Schirmherrschaft der Kategorie „Finanzieren, Bewerten und Investieren“ bei den Proptech Pitches übernehmen. Als Juror musste ich einen Impulsvortrag halten. Und jeder, der mich kennt, weiß: Ich kann frei sprechen – aber ich verstehe manchmal selbst nicht ganz, was ich da sage. Ähnlich erging es mir bei einem anderen Panel über Kommunikation. Aber gut, für etwas Bühnenzeit nimmt man das in Kauf.

In der Halle waren unter den über 400 Ausstellern auch rund 200 Proptechs am Start – das ist der Charme der Real Future Conference. Es ging nicht nur um Kaufpreise und Renditen, sondern auch um Innovation, Digitalisierung & Co. – eine Messe ganz nach meinem Geschmack. Generell hat die REA ein echtes Alleinstellungsmerkmal: Hier treffen sich kleine Regionen, hier begegnet man Menschen, die man sonst nie trifft, hier kann man wirklich konzentriert ins Gespräch kommen. Die Atmosphäre ist entspannt – typisch norddeutsche Lässigkeit.

Mein Fazit

Die REA hat sich für mich als Praktikant und als Aussteller gelohnt. Die sorgfältige Vorbereitung des Teams – die etwa ein Jahr dauert – hat sich ausgezahlt. In den Hallen wurden spannende Themen diskutiert, zahlreiche neue Kontakte geknüpft und echte Mehrwerte geschaffen. Besonders beeindruckt hat mich, dass die Veranstalter selbst das Wetter im Griff hatten: Während der beiden Tage herrschte strahlender Sonnenschein – und ja, das konnte man dank Tageslicht auch in den Messehallen erleben. Ich komme gern wieder – und hoffe sehr, dass ich dann wieder in die Kantine darf!

Praktikums-Barometer

Eine humorvolle Bewertung mit lustigen Propellerhüten, die verschiedene Kategorien wie Laune, Kulinarik und Schrittziele darstellt.
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zuletzt editiert am 13. Juni 2025
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