Das Klöpperhaus in Hamburg
Das ikonische Klöpperhaus in der Mönckebergstraße 3. (Quelle: Thomas Robbin/Architektur-Bildarchiv)

Investment

29. April 2022 | Teilen auf:

Hamburger Klöpperhaus in neuen Händen

Tishman Speyer hat das Klöpperhaus in der Hamburger Innenstadt für seinen neuen Fonds "European Real Estate Venture IX Value-Add" erworben. Verkäuferin der Gewerbeimmobilie ist die Württembergische Lebensversicherung.

Das vom Architekten Johann Friedrich Höger entworfene Klöpperhaus wurde 1913 für die Wollhandelsfirma Wilhelm Klöpper als Bürogebäude errichtet. Im Jahr 1965 baute die Kaufhof-Gruppe das Gebäude hinter der historischen Fassade zu einem Kaufhaus um und betrieb es bis 2020.

Die Transaktion ist für Tishman Speyer die dritte Akquisition innerhalb von 24 Monaten in Hamburg, nach dem Erwerb des Verlagsgebäudes Am Baumwall 11 und des Geschäftshauses Gänsemarkt 45. „Wir freuen uns, dass wir unser Portfolio um diese außergewöhnliche Immobilie erweitert haben“, sagt Florian Reiff, Senior Managing Director und Deutschlandchef von Tishman Speyer. „Dies ist die erste Transaktion für unseren neuen europäischen Value-add Fonds TSEV IX, den wir vor zwei Monaten erfolgreich gestartet haben. Mit der Akquisition verfolgen wir unsere ‚brown to green‘-Strategie, bei der wir Bestandsimmobilien innovativ umnutzen, energetisch auf den neuesten Stand bringen und zu lebendigen Standorten aufwerten.“

„Mit der Wiederbelebung des denkmalgeschützten Klöpperhauses an der Mönckebergstraße wollen wir in enger Abstimmung mit der Stadt Hamburg einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des städtischen Umfelds nehmen“, ergänzt Nils Skornicka, Managing Director und Head of Acquisitions for Northern and Central Europe bei Tishman Speyer. „Die gemischt-genutzte Immobilie soll zukünftig moderne und flexible Büroflächen, kuratierte Einzelhandels- und Kulturflächen sowie potenziell auch Wohnflächen in einer erstklassigen und gut angebundenen Lage bieten.“

Tishman Speyer wurde rechtlich von Neuwerk Rechtsanwälte und steuerlich von Freshfields Bruckhaus Deringer beraten. Die immobilientechnische Beratung erfolgte durch WBRE Waterbound Real Estate. JebensMensching und CBRE waren im Auftrag der Württembergische Lebensversicherung AG beratend tätig.

Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Medienberichten zufolge sollen rund 160 Millionen Euro geflossen sein.

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zuletzt editiert am 13.05.2022