Die Planungen für das Großvorhaben Historische Mitte direkt neben dem Dom werden nicht fortgesetzt, da der Projektpartner Hohe Domkirche aussteigt.
Seit zehn Jahren laufen die Planungen für die Historische Mitte Köln, nun werden sie gestoppt. Grund ist der Ausstieg des Projektpartners Hohe Domkirche, der 20 Prozent der Gesamtkosten übernehmen sollte. Die Stadt Köln wollte sich mit 80 Prozent beteiligen. Nun heißt es jedoch: „Die Hohe Domkirche hat der Stadt Köln mitgeteilt, die bisherigen Planungen für den Neubau aufgrund der gestiegenen Kosten nicht fortzuführen. Beide Partner werden in den kommenden Wochen beraten und prüfen, welche Möglichkeiten es für die geplante Nutzung am Standort dennoch geben könnte. Sobald diese Beratungen abgeschossen sind, werden die zuständigen Gremien damit befasst."
Mit der abgeschlossenen Entwurfsplanung ist im September 2023 den beiden Gesellschaftern Stadt Köln und Hohe Domkirche Köln eine aktuelle Kostenberechnung vorgelegt worden. Demnach wird der geplante Neubau mit Gesamtkosten in Höhe von rund 207 Millionen Euro veranschlagt. Die Entwicklung der erheblich gestiegenen Baukosten haben in den vergangenen Jahren zu einem stetigen Anstieg des Investitionsvolumens geführt. Erste Schätzungen der Gesamtkosten beliefen sich im Jahr 2018 auf etwa 135 Millionen Euro, im Jahr 2021 lagen die Kosten für das Projekt im Rahmen einer vertieften Kostenschätzung bereits bei 183 Millionen Euro.
Für die Umgebung des Doms ist die Entscheidung problematisch, denn die Baustelle des Domhotels verzögert sich weiter, und die Sanierung des Römisch-Germanischen Museums wird sich über viele Jahre hinziehen. Die Baustelle des Laurenz-Carrés ruht wegen der Insolvenz der Gerchgroup. Das Kurienhaus und das Studienhaus des Römisch-Germanischen Museums, die marode sind, müssen saniert oder neu errichtet werden. Auch für das Stadtmuseum, das momentan ausgelagert ist, war an dieser Stelle ein Neubau geplant.
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