Eine Gruppe von fünf Männern in Anzügen steht vor einem historischen Gebäude.
Vorgänger, Nachfolger und Gründer von Fay Projects auf einem Bild (v.l.): Ralph Esser, Carl Fay, Andreas-Norbert Fay, Wolfgang Heid und Ingo Lindner.  (Quelle: Fay Projects / Erik Schumacher)

Unternehmen & Köpfe 2026-04-02T07:28:33.210Z Generationenwechsel bei Fay Projects

Beim Projektentwickler Fay stehen nun Carl Fay und Ingo Lindner an der Spitze, Wolfgang Heid und Ralph Esser scheiden aus.

Fay Projects setzt einen über mehrere Jahre vorbereiteten Generationswechsel in der Geschäftsführung planmäßig um. Zum 31.03. sind Wolfgang Heid, Gesellschafter und Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung von Fay Projects, und Ralph Esser, Geschäftsführer, altersbedingt aus dem Unternehmen ausgeschieden, das seine langjährigen Mitarbeiter mit einem Feier im Frankfurter Hotel The Florentin mit rund 150 Gästen verabschiedete. Fay Projects hat das Hotel unter dem Namen Villa Kennedy 2006 selbst entwickelt und einen Mipim-Award dafür erhalten.

Wolfgang Heid und Ralph Esser waren 21 beziehungsweise 24 Jahre für Fay Projects tätig und haben die Entwicklung des Mannheimer und auch in Berlin ansässigen Projektentwicklers in den vergangenen zwei Jahrzenten nachhaltig geprägt. Ihre Verantwortungsbereiche werden von Carl Fay und Ingo Lindner übernommen.

Carl Fay und Ingo Lindner sind bereits seit 2022 beziehungsweise 2019 im Unternehmen tätig und haben dort sukzessive Aufgaben und Verantwortung in den Bereichen Strategie, Finanzierung sowie Planung und Realisierung übernommen. Wolfgang Heid und Ralph Esser werden Fay Projects weiterhin beratend verbunden bleiben. Wolfgang Heid wird zudem Mitglied des Unternehmensbeirates.

Umstellung auf vorübergehende Bestandshaltung

Der Generationswechsel erfolgt in einem herausfordernden Marktumfeld. Bedingt durch das anhaltend schwache Transaktionsgeschehen hält die Fay Gruppe einen größeren Teil ihrer fertiggestellten Projekte im eigenen Bestand und steuert diese aktiv weiter. „Die Märkte sind aktuell anspruchsvoll und Transaktionen lassen sich nur eingeschränkt umsetzen“, sagt Carl Fay. „Unsere Objekte sind jedoch solide finanziert, vollvermietet und wirtschaftlich stabil. Deshalb können wir abwarten und entscheiden selektiv, wann ein Verkauf sinnvoll ist.“

Die Entwicklungstätigkeit fokussiert sich derzeit auf die Vorbereitungsphase und Vermietung laufender Projekte. Einzelne Vorhaben – wie das Spandauer Ufer in Berlin – sind bereits weit fortgeschritten und können kurzfristig in die Realisierung überführt werden, sobald eine entsprechende Vorvermietung der noch verfügbaren Bürofläche erreicht ist. Parallel prüft Fay Projects gezielt neue Projektansätze, insbesondere in den Bereichen Wohnen und Service Development.

Wohnen und Service Developments als neue Geschäftsfelder 

Fay Projects möchte sich verstärkt im Mietwohnungsbau etablieren. „Wir haben bereits zahlreiche Projekte geprüft, allerdings auch immer Aspekte gefunden, die wirtschaftlich nicht passten. Ich bin dennoch zuversichtlich, dass sich in diesem Jahr konkrete Ansätze für neue Projekte ergeben werden“, sagt Ingo Lindner. Weitere Chancen sieht er bei Service Developments, insbesondere in der Revitalisierung von Stranded Assets.

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zuletzt editiert am 02. April 2026