Logistikzentrum in Walsrode
PV-Anlage auf einem Logistikzentrum in Walsrode. (Quelle: Garbe Industrial Real Estate)

Nachhaltigkeit & ESG 2022-03-31T09:05:07.120Z Garbe setzt auf Photovoltaik

Garbe Industrial Real Estate setzt auf nachhaltigen Strom aus Sonnenenergie und plant, seinen verwalteten Logistikimmobilienbestand mit Photovoltaik-Anlagen in den kommenden Jahren auszustatten. Hierfür wurde bereits 2020 die Tochtergesellschaft Garbe Green gegründet.

„Logistikimmobilien sind im Vergleich zu anderen Assetklassen mit ihren großen Dächern, schlichten Fassaden und Rangier- sowie Parkflächen prädestiniert, um PV-Anlagen zu installieren und Solarenergie zu gewinnen“, unterstreicht Garbe-Geschäftsführer Jan Dietrich Hempe. Der Eigenbedarf der Mieter sei mit zehn bis 20 Prozent vergleichsweise niedrig, sodass viel Strom eingespeist werden kann. „Bei unseren Objekten sehen wir ein Potenzial von bis zu sechs Millionen Quadratmetern Fläche. Damit ließe sich zwischen 400 und 600 Megawatt PV-Leistung zur nachhaltigen Stromproduktion installieren“, sagt Hempe.

Garbe hat bereits rund 230.000 Quadratmeter Dachflächen ausgestattet beziehungsweise in der Umsetzung, mit denen rund 25 Megawatt Sonnenstrom erzeugt werden können. „In diesem Jahr planen wir eine Zubauleistung von rund 50-70 Megawatt. Unsere Bestandsimmobilien werden nachgerüstet, bei den Neubauten sind PV-Anlagen bereits standardmäßig eingeplant,“ erläutert Mathias Wasko, Geschäftsführer der Garbe Green.

Für einen schnelleren Ausbau könnte der Gesetzgeber allerdings nachbessern, so Wasko: „Die Nutzung von PV-Anlagen ist eine sehr zukunftsorientierte und sinnvolle Maßnahme, die wir bei Garbe frühzeitig implementiert haben. Dennoch sehen wir im aktuellen Gesetzesentwurf erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten, um Solarenergie attraktiver und für unsere Hallenmieter einfacher nutzbar zu machen. So ist die direkte Versorgung mit selbst produziertem Strom nur sehr umständlich, beispielsweise durch die Installation von zwei PV-Anlagen, umsetzbar. Auch die Nutzung von Stromtarifen für andere Hallen, die sogenannte Umziehbarkeit, ist nicht mehr möglich, so dass wir in der Praxis mit erheblichen Einbußen rechnen müssen, wenn sich Baupläne ändern. Zudem sollte die Bagatellgrenze für Ausschreibungen auf ein Megawatt angehoben werden, wie es auch seitens der EU gefordert wird, um die Einspeisevergütung fairer zu gestalten.“

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zuletzt editiert am 31. März 2022
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