Luftaufnahme eines hellblauen Eckgebäudes mit großem JYSK-Logo als Hauptmotiv, mehreren Ladengeschäften (u.a. Trachtenladen mit Dirndl und Lederhosen), Personen zu Fuß, einem Fahrradfahrer und geparkten Autos an einer Straßenkreuzung bei klarem Himmel.
Immobilien bleiben die wichtigste Assetklasse für vermögende Familien (Symbolbild): Diese Gewerbeimmobilie nahe dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum hat das Beraterhaus Newmark Mitte 2026 an ein Family Office vermittelt. (Quelle: Newmark)

Investment 2026-11-04T14:16:51.591Z Family Offices mit geringerem Deutschlandanteil

In einer Kingstone-Umfrage unter Family Offices sinkt der Deutschlandanteil am Immobilienvermögen von 88,3 auf 76,5 Prozent.

Deutschland bleibt der wichtigste Immobilienmarkt für die von Kingstone Investment Management befragten Family Offices aus dem DACH-Raum. Auf deutsche Objekte entfallen 76,5 Prozent ihres Immobilienvermögens. In der Vorjahresbefragung waren es 88,3 Prozent. Höher fallen die Anteile des europäischen Auslands mit 12,6 Prozent (plus 6,7 Prozentpunkte) und der USA mit 9,0 Prozent (plus 3,6 Prozentpunkte) aus.

„Die Ergebnisse zur Länderallokation bestätigen das, was wir in Gesprächen mit Kunden wahrnehmen. Zwar ist Deutschland nach wie vor ein wichtiger Investmentmarkt. Aber das Interesse an Auslandsimmobilien nimmt zu“, sagt Kingstone-Mitgründer Philipp Schomberg. „Viele Family Offices sind in Deutschland sehr stark allokiert und wünschen sich eine stärkere Diversifizierung ihrer Immobilienanlagen. Insbesondere Polen und UK werden unter unseren Kunden oft genannt.“

Wohnen führt, Einzelhandel gewinnt an Gewicht

Immobilien machen in der aktuellen Befragung 53,7 Prozent des Vermögens aus, nach 56,5 Prozent im Vorjahr. Aktien folgen mit 19,6 Prozent. Innerhalb der Immobilienportfolios liegt Wohnen mit 37,0 Prozent vorn. Auf Büros entfallen 22,7 Prozent, 2,3 Prozentpunkte weniger als in der Vorjahresbefragung. Wohn- und Geschäftshäuser kommen auf 13,5 Prozent. Der Anteil der Einzelhandelsimmobilien stieg um 5,8 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent.

In den kommenden zwölf Monaten wollen 41,2 Prozent der Befragten ihr Immobilienengagement ausbauen. Rund 26 Prozent planen eine Reduzierung, etwa ein Drittel will sein Engagement konstant halten. Für die kommenden drei Jahre planen 38,2 Prozent jährliche Immobilieninvestitionen von fünf bis zehn Millionen Euro. Weitere 23,5 Prozent wollen jährlich zehn bis 20 Millionen Euro investieren. Bei der erwarteten Gesamtrendite (Total Return) bilden die Befragten mit 5,5 bis 7,0 Prozent pro Jahr die größte Gruppe. Ihr Anteil liegt bei 35,3 Prozent.

Kingstone-CEO Dr. Tim Schombergfasst zusammen: „Die Umfrage 2026 bestätigt die Ergebnisse unserer letzten Befragung vor einem Jahr: Immobilien sind und bleiben das Rückgrat und die wichtigste Anlageklasse vermögender Familien. Mit mehr als 50 Prozent des Vermögens sind Family Offices deutlich stärker als institutionelle Investoren in Immobilien investiert.“

Kingstone Investment Management führte die Befragung vom 1. September bis zum 22. Oktober 2026 in Kooperation mit dem Family Office Real Estate Day von Ruecker Event durch. Von 1.450 kontaktierten Family Offices nahmen 34 teil. Jeweils 35,3 Prozent der Teilnehmer verwalten ein Nettovermögen von mehr als 500 Millionen Euro beziehungsweise von 100 bis 500 Millionen Euro. Die Befragung ist nicht repräsentativ.

Auch interessant:

zuletzt editiert am 04. November 2026
Newsletter