Deutsche Hypo Immobilienklima: Wohnimmobilien bleiben gefragter Spitzenreiter, das Bürosegment zeigt erste Anzeichen von Erholung.
Das Deutsche Hypo Immobilienklima hat sich im Juni weiter stabilisiert. Die aktuelle Monatsbefragung unter rund 1.000 Branchenexpertinnen und -experten verzeichnet ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat – der Indexwert liegt nun bei 98,3 Punkten.
Vor allem das gestiegene Investmentklima trug zur positiven Entwicklung bei. Mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent auf 96,8 Punkte setzt es ein Signal der Zuversicht. Dagegen verzeichnete das Ertragsklima einen leichten Rückgang auf 99,9 Punkte (–0,9 %).
Wohnen weiter vorn, Büro stabilisiert sich
Besonders deutlich fällt die positive Entwicklung im Wohnsegment aus: Das Wohnklima kletterte um 2,7 Prozent auf 153,9 Punkte und festigt damit seine Spitzenposition unter den Assetklassen. Auch Handel (+1,5 % auf 85,1 Punkte), Logistik (+1,3 % auf 113,0 Punkte) und Büro (+1,3 % auf 78,3 Punkte) entwickelten sich stabil. Einzig das Hotelklima gab leicht nach (-1,0 % auf 113,1 Punkte).
Laut Ingo Martin, Leiter Real Estate Finance Origination bei der Nord/LB, setzen die ersten Tage der neuen Bundesregierung innenpolitisch positive Signale. Auch im Office-Bereich seien erste Transaktionen erkennbar. Die Nachfrage nach Innenstadtlagen in Bestandsgebäuden spreche gegen die These der „obsoleten Büroimmobilie“.
Wohnimmobilien bleiben laut Martin vor allem für institutionelle Investoren attraktiv – ebenso wie Spezialsegmente wie altengerechtes Wohnen und Student Housing. Der Logistiksektor zeige sich indes uneinheitlich, belastet durch geopolitische Unsicherheiten wie den Handelskonflikt zwischen den USA und Europa.
Verhaltene Zuversicht trotz globaler Volatilität
„Im Dialog mit unseren Kundinnen spüren wir die insgesamt positive Dynamik und sind zuversichtlich für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte“, so Martin. Die Investitionsbereitschaft bleibe selektiv, entwickle sich aber tendenziell stabil. Entscheidend für die zweite Jahreshälfte sei, wie sich die globalen Rahmenbedingungen weiter entwickeln – insbesondere für exportabhängige Nutzerbranchen.
