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Gemeinsam durch die Krise: Wir zeigen die Best-Practice-Beispiele der Woche. (Bild: Adi Goldstein/Unsplash)

News 2020-04-02T00:00:00Z Corona: Immobilienwirtschaft solidarisiert sich - 3. Teil

Gute Nachrichten aus der Immobilienbranche haben wir auch an diesem Freitag wieder für Sie zusammengestellt. Viele Unternehmen setzen auf Solidarität.

Die positiven Meldungen der Woche: Schon an den vergangenen beiden Freitagen haben wir für Sie gesammelt (hier Teil 1 und Teil 2 der Serie lesen). Heute schauen wir wieder auf die besten Aktionen im Zeichen der Solidarität. Die guten Nachrichten und Best-Practice-Beispiele der Woche:

Räume für Corona-Hilfsinitiativen

Der Flex-Office-Anbieter Wework unterstützt Initiativen und Organisationen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. An den Wework-Standorten in Köln, Frankfurt, München, Berlin und Hamburg stellt das Unternehmen kostenfrei seine Räume zur Verfügung. "Während die Welt aufgrund der Coronavirus-Pandemie durch schwieriges und unerforschtes Neuland navigiert, möchten wir kurz den Menschen und Unternehmen Anerkennung zollen, die sich für die Sicherheit, Gesundheit und Vernetzung der Menschen einsetzen", heißt es auf der Unternehmenswebsite.

Sechsstellige Spendensumme gesammelt

Der vom Immobilienunternehmer Christoph Gröner und dem ehemaligen Bahn-Chef Prof. Dr. Rüdiger Gruhe neu gegründete Verein "Wirtschaft kann Kinder" hat eine Spendensumme in Höhe von 300.000 Euro gesammelt. Der Betrag geht an die Off Road Kids Stiftung , die aktuell noch stärker als sonst auf Spendengelder angewiesen ist. „Durch die Corona-Krise steht diese Stiftung nun an einem kritischen Punkt, da die Pandemie uns alle schwer trifft und das Leid von Kindern und Jugendlichen auf der Straße aus dem Fokus geraten ist. Dabei sind diese in besonderem Maße von der Krise betroffen und benötigen dringend unsere Unterstützung“, so Gröner.

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Packt selbst mit an: Klaus Franken, CEO von Catella Project Management (Bild: Catella)

Versorgung für Risiokogruppen in Düsseldorf

Rund um das künftige Neubauprojekt Düssel-Terassen wohnen viele ältere oder gehandicapte Menschen. Projektentwickler Catella setzt auf Nachbarschaftshilfe und bietet einen kostenfreien Einkaufservice an: „Über Solidarität und Zusammenhalt sollte aktuell nicht nur gesprochen sondern auch gehandelt werden“, meint Klaus Franken, CEO der Catella Project Management. „Wir werden unsere Unterstützung solange anbieten, wie sie benötigt wird.“ Der Einkaufservice erfolgt jeweils freitags in lokalen Geschäften, um auch diese zu stärken.

Verzicht auf Mieten im April

Der Essener Vermieter Marx City Investor verzichtet auf Mieten von Ladenlokalen. Inhabergeführte Gastronomiebetriebe, Modegeschäfte, Feinkostläden, Musikschulen oder Kosmetiksalons müssen im April keine Miete zahlen. "Wir sehen die Corona-Pandemie als einen Zeitpunkt, um wahre Partnerschaft und Solidarität gegenüber unseren langjährigen Mietpartnern zu beweisen", erklärt Geschäftsführer Gunnar Marx.

Geldspritze für Gastgeber

Aribnb unterstützt seine Gastgeber weltweit mit rund 250 Millionen US-Dollar. Das verkündete CEO Brian Chesky in einem offenen Brief. Vermieter erhalten für Ausfälle, die im Zusammenhang mit COVID-19 stehen, eine Ausgleichszahlung von 25 Prozent der sonst üblichen Stornierungsgebühren. Zuvor hatte der Konzern bekanntgegeben, dass Gäste ihre Buchungen, mit Check-in-Datum zwischen dem 14. März und dem 31. Mai, unter voller Rückerstattung stornieren können.

Wohnungsbaugenossenschaft schützt Mieter

Der Neusser Bauverein verspricht seinen Mietern individuelle Lösungen bei Zahlungsschwierigkeiten. „Kein Mieter beim Neusser Bauverein muss befürchten, seine Wohnung wegen dieser Krise zu verlieren“, verkündet Vorstandsvorsitzender Frank Lubig. Man stehe auch in dieser schwierigen Zeit den rund 21.000 Mietern weiterhin zur Seite.

Appell an Vermieter

Der BFW Landesverband Niedersachsen Bremen fordert seine Mitgliedsunternehmen dazu auf, von Mieterhöhungen vorläufig abzusehen. "Jetzt ist der Zeitpunkt, um als Immobilienwirtschaft Solidarität zu zeigen. Wir sind stolz darauf, dass viele Unternehmen schon reagiert und geplante sowie bereits angekündigte Mieterhöhungen ausgesetzt haben", heißt es in einem Schreiben von Vorstandsvorsitzendem Dirk Streicher und Geschäftsführer David Jacob Huber. Einige Unternehmen hätten schon Maßnahmen eingeleitet, um gegebenenfalls auch Mietstundungen oder -reduzierungen anbieten zu können.
Auch in Hamburg appellieren Verbände an ihre Mitglieder, bis auf weiteres auf neue Mieterhöhungen zu verzichten und Mietstundungen zu ermöglichen.

Solidarität in Köln

Nach dem Motto "Support your local Businesses" hat die Agentur Railslove und die Köln Business Wirtschaftsförderung die Initiative Veedelsretter ins Leben gerufen. Jedermann kann hier zum Retter werden und seinen Beitrag leisten, um lokale Gaststätten, Geschäfte, Kultureinrichtungen, Kleinstbetriebe und Solo-Selbstständige zu unterstützen. "Kauft jetzt Gutscheine und sorgt damit für die nötige Liquidität in der Krise bei Euren Lieblingsorten im Veedel!" - lautet der Online-Aufruf. Außerdem gibt es den "Veedelssoli", über den unbürokratisch an jeden teilnehmenden Vetrieb gespendet werden kann.

April-Ausgabe von immobilienmanager gratis

Noch nicht genug von positiven Nachrichten? Eine haben wir noch: Die neue Ausgabe unseres Fachmagazins ist jetzt als ePaper für jeden kostenfrei zugänglich. Hier geht es zum immobilienmanager 4-2020 .

Autor: Thorsten Schnug

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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