Primus Immobilien sichert sich aus der Insolvenzmasse des Münchener Entwicklers Euroboden ein Grundstück in Berlin-Schöneberg.
Die Primus Immobilien AG hat ein Entwicklungsgrundstück am Berliner S-Bahnhof Schöneberg erworben – Verkäufer ist der insolvente Projektentwickler Euroboden. Auf dem Areal in der Kärntener Straße 21–23 sind rund 26.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche geplant. Dabei soll ein grünes Quartier mit unterschiedlichen Nutzungen wie Büros, gewerblicher Beherbergung und Handwerkerhöfen entstehen.
Für die Bebauung geht die in Berlin verwurzelte Primus das Projekt neu an. So ist ein öffentlicher Park in Planung, der als Raum für Naherholung für die sehr verdichtete Nachbarschaft in den angrenzenden Kiezen fungieren soll. Zudem soll das auf dem Areal bestehende Wohnhaus saniert werden. In den Erdgeschossflächen der Neubauten ist Raum für lokales Handwerk vorgesehen. Geplant ist auch ein innovatives Mobilitätskonzept zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs, unter anderem über eine bereits unterzeichnete Kooperation mit einem Carsharing-Anbieter und eine geplante Anbindung des Grundstücks unmittelbar an den S-Bahnhof. Das Projekt soll in zwei Phasen realisiert werden. Der Baustart für den ersten Abschnitt ist für Anfang des Jahres 2026 geplant.
„Dieser Ankauf reiht sich wunderbar in unsere Investitionspläne ein. So ist es uns gelungen, wie Anfang des Jahres angekündigt, auch Opportunitäten aus Insolvenzen anzukaufen“, kommentiert Primus-CEO David Neuh. „Nach dem Erwerb der Berliner Straße 100 und nun der Kärntener Straße 21–23 haben wir uns in den letzten Monaten Potenzial für mehr als 40.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche Wohn- und Arbeitswelten sichern können. Darüber hinaus sind wir zuversichtlich, in diesem Jahr weitere Ankäufe zu tätigen.“
