Der Projektentwickler DIEAG stellt die Siegerentwürfe für die drei Hochhäuser des Projekts „Behrens-Ufer“ vor.
Im Südosten Berlins soll mit dem Projekt „Behrens-Ufer“, kurz „BE-U“, auf einem Gelände zwischen Ostendstraße und Spree ein modernes und nachhaltiges Stadtquartier entstehen. Auf einer Mietfläche von insgesamt 235.000 Quadratmetern sollen sich in historischen und neuen Gebäuden Gewerbetreibende primär aus den Bereichen Life-Science, Labor und Leichtindustrie ansiedeln. Geplant sind außerdem Einzelhandelsflächen, ein umfassendes Kunst-, Kultur- und Freizeitangebot sowie Gastronomie direkt am Spreeufer. Für drei Hochhäuser hatte der in Berlin ansässige Bauherr DIE Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIEAG) einen Architektenwettbewerb ins Leben gerufen.

Bei der Sitzung des Preisgerichts am 11. und 12. Juli wurden die Arbeiten von insgesamt zwölf Architekturbüros aus Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf und Kopenhagen beurteilt. Zwei wichtige Zielvorgaben sollten in den Entwürfen berücksichtigt werden: das energieeffiziente und nachhaltige Bauen und die Integration in das bestehende städtebauliche Konzept. Der Architekturwettbewerb erfolgte gleichzeitig für alle drei Hochpunkte des Projekts, um den Quartiersgedanken des Areals in den Fokus zu setzen.
Der erste Preis für das Hochhaus A1.3., welches sich direkt an der Spree befinden wird und über eine Bruttogeschossfläche von rund 15.000 Quadratmetern verfügt, wurde an das Architekturbüro Matter Schmidt sowie Kuula Landschaftsarchitekten verliehen. Der Entwurf überzeugte die Jury unter anderem durch seine „Vertikalität, die klare städtebauliche Figur, das robuste Raum- und Konstruktionskonzept und die gut organisierte innere Struktur des Gebäudes“, die langfristig flexible Nutzungen ermöglichen soll.

Kleihues & Kleihues Gesellschaft von Architekten wurde für die Hotel- und Büro-Blockbebauung mit Hochpunkt A3.1 in der Mitte des Quartiers, das inklusive Sockel rund 33.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfasst, auf den ersten Platz gewählt. In der Begründung durch die Jury wird unter anderem hervorgehoben, dass sich die Arbeit aus den Bausteinen Hochhaus und Block in der Fassadengestaltung und Materialität auf historische Referenzen berlinischer Industriearchitektur bezieht, mit Schwerpunkten auf Proportion, Rhythmus, Tektonik und Körperlichkeit. In Kombination mit der architektonischen Sprache des Ziegelsteines entstehe ein eigener starker Charakter.
Die Blockbebauung A3.3 mit Hochpunkt direkt am Wasser für Vertical-Farming mit ergänzenden Laborflächen auf rund 28.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, gewinnt der Entwurf von Architekturbüro Henn und Landschaftsarchitekten Aplantis.

„Das Behrens-Ufer soll ein zukunftsfähiges Gewerbequartier mit internationalem Vorbildcharakter werden. Das konsequent nachhaltige Konzept als Gewerbestandort als auch als Raum für Gemeinschaft setzt den Fokus auf die Bedürfnisse des Menschen“, kommentiert DIEAG-CEO Robert Sprajcar. Ziel des Wettbewerbs „war ein architektonisch durchdachtes Konzept für das jeweilige Gebäude, welches die Potentiale des Standorts ausschöpft und die Architektur des Behrens-Ufers bereichert“, so Sprajcar. „Es soll eine qualitativ hochwertige Architektur entstehen, die sowohl den funktionalen Ansprüchen als auch den Anforderungen an ein zukunftsweisendes Gebäude gerecht wird.“
Auf dem Gewerbeareal sollen künftig etwa 12.000 Menschen arbeiten. Das städtebauliche Gesamtkonzept sieht eine Mischung aus denkmalgeschütztem Bestand und modernem Neubau mit einzelnen markanten Hochpunkten, neuen Durchwegungen und öffentlichen Plätzen vor. In einer Mischung aus historischen und neuen Gebäuden soll das BE-U auf insgesamt 235.000 Quadratmetern Mietfläche großzügige und flexible Gewerberäume für Unternehmen bieten. Neben den Gewerbetreibende aus den Bereichen Life-Science, Labor und Leichtindustrie sollen ein umfassendes Kunst-, Kultur- und Freizeitangebot sowie Gastronomie direkt am Spreeufer das neue Stadtquartier zu einem lebendigen Areal machen. Dazu soll auch ein 550 Meter langer öffentlicher Uferweg beitragen, der nahtlos an den Weg auf dem benachbarten Grundstück der Hochschule für Technik und Wirtschaft anschließt und so eine Uferpromenade entlang der Spree begründen soll.