Einkaufsstraße mit zahlreichen Passanten und Geschäftsschildern
Die Händler der Aachener Innenstadt hätten gerne wieder mehr Frequenz auf den Einkaufsmeilen. (Quelle: Stadt Aachen/David J. Engel)

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09. August 2022 | Teilen auf:

Aachen: Retail-Mieten stabilisiert

Der Einzelhandel in Aachen ist in der Innenstadt weithin mit vergleichsweise geringen Passantenfrequenzen konfrontiert, stellt Comfort fest.

Die innerstädtischen Passantenfrequenzen hinken entlang der Aachener Toplage Adalbertstraße laut den Zahlen von Hystreet für den Juni/Juli noch signifikant gegenüber den 2019er Zahlen (liegen dafür erst ab dem Herbst vor) hinterher. Klassische Geschäftshäuser als Investmentprodukte sind in der Aachener Innenstadt ein ausgesprochen rares Gut. Für herausragende Objekte in 1A-Lage mit einem nachhaltigen Mietniveau dürften hier, in dem durch die momentane Zinsentwicklung beeinflussten Markt, Kaufpreisfaktoren zwischen dem 17,5- und dem 19,5-fachen der Jahresmiete bezahlt werden, beobachten die Researcher von Comfort.

Die gegenwärtige Höchstmiete wird aktuell in der Adalbertstraße als klare Nummer 1 erreicht. Auf Höhe der der Adalbertstraße 38 ist perspektivisch eine Projektentwicklung von P&C geplant. Hier ist eine Mischnutzung mit P&C sowie voraussichtlich einer Hotelnutzung vorgesehen. Die westlich der Petersstraße gelegenen A-Lagen Holzgraben/Dahmengraben, Großkölnstraße haben demgegenüber in den vergangenen Jahren nicht zuletzt durch die 2015 erfolgte Eröffnung von Aquis-Plaza signifikant an Schlagkraft eingebüßt, während die Krämerstraße sich in dem schwierigen Umfeld verhältnismäßig gut behauptete. Dem Marktplatz am Rathaus zwischen Krämerstraße und Großkölnstraße kommt eine besondere Funktion als Gastronomielage mit Konzepten wie Extrablatt, Starbucks, Sausalitos, Alex und neuerdings Five Guys zu.

Die Mieten für Ladenlokale und Flächen waren auch in der Aachener Innenstadt unter Druck geraten, wobei der Rückgang hier allerdings – bedingt durch den Markteintritt von Aquis Plaza in 2015 und seine Inanspruchnahme des relevanten innerstädtischen Mietermarktes - bereits vor der Corona-Krise eingesetzt hatte. Auf dem 2021 erreichten Niveau haben sich die Mieten nunmehr weitgehend stabilisiert. Sie rangieren damit um zehn bis 20 Prozent unterhalb des Niveaus vor der Corona-Krise 2019.

zuletzt editiert am 09.08.2022