Der ZIA begrüßt Teile der BEG-Reform, warnt aber vor sinkenden Fördermitteln und fordert mehr Planungssicherheit für energetische Sanierungen.
Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) unterstützt Teile der geplanten Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), warnt jedoch vor den vorgesehenen Kürzungen des Fördervolumens. Nach den Plänen des Bundes soll die finanzielle Ausstattung des Programms bis 2030 deutlich sinken.
Das BEG-Fördervolumen soll von rund 15,3 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf knapp zehn Milliarden Euro im Jahr 2030 zurückgehen. Das entspräche einer Reduzierung um rund 35 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Bereits zwischen 2025 und 2027 sei ein Rückgang um 18 Prozent vorgesehen.
„Investitionen in die Transformation brauchen langfristige Planbarkeit und Verlässlichkeit. Auch wenn sich die Förderung den Marktgegebenheiten stets anpassen muss, muss die BEG dauerhaft über ein Fördervolumen verfügen, das ausreicht, um breite und wirksame Sanierungsimpulse in den notwendigen Marktsegmenten zu setzen“, sagt Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des ZIA.
Der Verband zeigt Verständnis für Einsparungen angesichts der angespannten Haushaltslage des Bundes. Nach Einschätzung des ZIA sind die geplante Absenkung der förderfähigen Kosten sowie geringere Kostenansätze bei der Heizungsförderung zwar bedauerlich, grundsätzlich aber nachvollziehbar.
Auch die Streichung des sogenannten Geschwindigkeitsbonus für selbstnutzende Eigentümer bewertet der Verband als folgerichtig. Der Austausch von Heizungen gegen Wärmepumpen entwickle sich im Eigenheimbereich zunehmend zum Marktstandard.
Zugleich mahnt Özkan: „Förderung darf nicht den Anreiz zur Kostensenkung bei Herstellern bremsen. Die Immobilienwirtschaft ist letztlich Abnehmerin von Heizungsprodukten und hat ein genuines Interesse daran, dass über Skalierung und technologischen Fortschritt die Kosten für grüne Technologieprodukte sinken – auch jenseits von Förderprogrammen.“
Positiv bewertet der ZIA die geplante Einführung eines Bonus für Maßnahmen an sogenannten Worst Performing Buildings (WPB) sowie die Ausweitung des Bonus für serielles Sanieren auf Nichtwohngebäude. Diese Instrumente setzten an den energetisch schwächsten Bestandsgebäuden an und seien deshalb grundsätzlich sinnvoll. Angesichts des hohen Sanierungsbedarfs im Gebäudebestand reiche ihr finanzieller Umfang jedoch aus Sicht des Verbandes bislang nicht aus.
