Der Wohnungskonzern Vonovia hat zum ersten Mal eine Anleihe in britischen Pfund emittiert mit einem Volumen von 465 Millionen Euro.
Die Vonovia SE hat am 11. Januar 2024 erstmals einen Bond in britischem Pfund begeben. Die Laufzeit der unbesicherten Anleihe beträgt zwölf Jahre. Das Unternehmen erschließt sich so Zugang zu neuen Investoren. Die Anleihe mit einem Volumen von 400 Millionen britischen Pfund (circa 465 Millionen Euro) und einem Kupon von 4,5 Prozent nach Währungsabsicherung war 8,3-fach überzeichnet. Das Orderbuch belief sich im Peak auf 3,45 Milliarden britische Pfund (GBP) und war damit sektorübergreifend das größte Unternehmensorderbuch in GBP seit Juni 2020. „Wir nutzen das attraktive Fenster, das der Markt bietet“, sagt Philip Grosse, CFO von Vonovia.
Vorteile gegenüber Eurobonds
Während das Unternehmen 2023 ausschließlich besicherte Finanzierungen abgeschlossen hat, nutzt Vonovia nun die attraktiven Konditionen unbesicherten Kapitals: „Seit Dezember haben sich Zinsen und Spreads so entwickelt, dass Finanzanleihen wieder kompetitiv sind. Mit unserem Debüt auf dem britischen Markt haben wir zudem deutliche Arbitragevorteile von rund 30 Basispunkten gegenüber Eurobonds genutzt“, ergänzt Philip Grosse.
Vonovia will die zusätzliche Liquidität nutzen, um Finanzierungen, die ab 2025 fällig werden, abzulösen. „Wir haben bis einschließlich des ersten Quartals 2025 alle unbesicherten Verbindlichkeiten gedeckt. Wir managen aktiv unsere Finanz-Verbindlichkeiten und erhöhen unsere Finanzstabilität insbesondere durch die lange Laufzeit der Anleihe weiter. Gleichzeitig verbreitern wir unsere Basis an Kapitalgebern“, so Grosse.
