Porträt Luka Mucic
Vonovia-CEO Luka Mucic (Quelle: Vodafone)

Unternehmen & Köpfe 2026-05-07T09:10:59.221Z Vonovia bestätigt Prognose nach dem ersten Quartal

Operatives Wachstum, aber geringerer Cashflow und höhere Finanzierungskosten prägen den Jahresauftakt von Vonovia.

Die Vonovia ist mit einem insgesamt gemischten Ergebnis in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Zuwächse im operativen Geschäft stehen rückläufigen Ergebniskennzahlen und einem deutlich gesunkenen Cashflow gegenüber.
Das Adjusted Ebitda im Vermietungsgeschäft stieg im ersten Quartal um 6,3 Prozent – trotz eines um rund 4.000 Wohnungen reduzierten Bestands. Das organische Mietwachstum lag bei 4,0 Prozent. Die Vermietungsquote erreichte 97,7 Prozent, die Collection Rate 99,6 Prozent. Im Segment Value-add erhöhte sich das Adjusted Ebitda um mehr als 30 Prozent auf 50,1 Millionen Euro. Treiber waren insbesondere die Handwerkerorganisation sowie das Energiegeschäft.

Das Adjusted Ebitda Total erreichte 711,6 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Das Adjusted EBT ging hingegen auf 462,2 Millionen Euro zurück, vor allem infolge gestiegener Finanzierungskosten. Der Operating Free Cashflow sank deutlich auf 363,9 Millionen Euro, nach 633,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem höhere Investitionen sowie ein geringeres Verkaufsvolumen.

Investitionen und Development

Vonovia erhöhte die Investitionen in Modernisierung und Neubau für den eigenen Bestand im ersten Quartal auf 266 Millionen Euro. Insgesamt flossen 442 Millionen Euro in Instandhaltung, Modernisierung und Neubau.

Das Development-Segment trug mit einem Adjusted Ebitda von 13,6 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist aufgrund eines Sondereffekts nur eingeschränkt möglich. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit Impulsen durch Projektverkäufe und den Hochlauf der Neubautätigkeit.

Im Segment Recurring Sales lag die durchschnittliche Bruttomarge bei über 42 Prozent. Mit 350 verkauften Wohnungen blieb das Volumen unter dem Vorjahreswert, was auf zeitliche Verschiebungen bei Vertragsabschlüssen zurückzuführen ist.

Finanzierung und Verschuldung

Die Verschuldungskennzahlen entwickelten sich leicht: Der Loan-to-Value (LTV) lag bei 45,1 Prozent, das Verhältnis Nettoverschuldung zu Ebitda bei 13,7x.

Philip Grosse, Finanzvorstand von Vonovia, erklärt: „Unsere Verschuldungskennzahlen sind auf einem komfortablen Niveau und werden sich weiter in Richtung unserer Ziele beim Verschuldungsgrad bewegen. Wir haben einen hervorragenden Zugang zum Kapitalmarkt. Nach einem vielversprechenden Start ins Jahr hat der Krieg im Nahen Osten vorerst zu einer stärkeren Volatilität und leicht höheren Finanzierungskosten geführt. Aktuell liegen unsere mittel- und langfristigen Finanzierungskosten noch im Plan. Wir beobachten die Situation weiterhin genau.“

Luka Mucic, Vorstandsvorsitzender von Vonovia, hält fest: „Wir sind erfolgreich in das Geschäftsjahr 2026 gestartet und haben in unseren Kerngeschäften starke Ergebnisse erzielt (...). Wir blicken mit Zuversicht auf das Gesamtjahr und unsere mittelfristigen Wachstumsziele. Zudem bleibt der Schuldenabbau bis Ende 2028 im Fokus. Zudem bleibt der Schuldenabbau bis Ende 2028 im Fokus. Das stabile Fundament für unsere künftige Entwicklung ist unser Vermietungsgeschäft. Hinzu kommt: Die anderen Segmente gewinnen an Dynamik. Das positive Marktumfeld stützt diesen Trend.“

Vonovia sieht sich auf Kurs, die Ziele für das Gesamtjahr 2026 zu erreichen. Erwartet werden ein Adjusted Ebitda Total von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro sowie ein Adjusted EBT von 1,9 bis 2,0 Milliarden Euro.

Die Hauptversammlung findet am 21. Mai 2026 in Bochum statt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vor.

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zuletzt editiert am 07. Mai 2026