Blick aus einem mit Regentropfen benetzten Fenster
„Das Wohnen und Bauen befindet sich spätestens seit Jahresbeginn in einem perfekten Sturm, der sich infolge des Ukraine-Kriegs aktuell zu einem gewaltigen Orkan entwickelt“, so GDW-Präsident Axel Gedaschko bei der Vorstellung der Jahresbilanz seines Verbandes. (Quelle: Pixabay)

Standorte & Märkte 2022-07-07T09:51:19.156Z Trübe Aussichten für bezahlbares Wohnen

GDW-Jahresbilanz: Die Folgen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs fordern von der sozial orientierten Wohnungswirtschaft ihren Tribut.

Das Geschäftsklima der Wohnungsunternehmen, die in Deutschland das bezahlbare Wohnen absichern, rutscht ab. Die Investitionen in bezahlbaren Wohnungsbau und klimaschonende Modernisierungen knickt ein. Damit sinkt auch die Zahl der fertiggestellten bezahlbaren Wohnungen und Sozialwohnungen bei den Unternehmen im Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GDW. Mit Blick auf die drohende Gasmangellage kündigen sich schwere Zeiten für die sozial orientierten Wohnungsunternehmen und ihre Mieterinnen und Mieter an. Der GDW fordert in Hinblick auf die sich ankündigende Notsituation von der Politik , ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen und die Auswirkungen der Energiepreisexplosionen für die sozial orientierten Wohnungsunternehmen und ihre Mieter abzufedern.

„Das Wohnen und Bauen befindet sich spätestens seit Jahresbeginn in einem perfekten Sturm, der sich infolge des Ukraine-Kriegs aktuell zu einem gewaltigen Orkan entwickelt“, so GDW-Präsident Axel Gedaschko bei der Vorstellung der Jahresbilanz seines Verbandes. „Lieferkettenprobleme infolge der Corona-Pandemie, Chaos bei der staatlichen Förderung für bezahlbaren, klimaschonenden Wohnraum, steigende Zinsen, Fachkräfte- und Materialmangel sowie Preisexplosionen seit dem Krieg gegen die Ukraine. Aktuell türmen sich so viele Probleme auf und überlagern sich so viele Krisen gleichzeitig, dass der Stabilitätspfeiler der sozial orientierten Wohnungswirtschaft deutliche Risse bekommt. Mit Blick auf die unsichere Zukunft ist jetzt eine enge Begleitung durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen für das bezahlbare Wohnen in Deutschland gefragt.“

Die Themen der Jahresbilanz im Überblick:

  • Zeitenwende bei Geschäftsklima und Investitionen

  • Mangellage bei bezahlbaren und klimaschonenden Wohnungen verschärft sich 

  • Baukosten, Solarkollektoren, Wärmepumpen mit historischen Preissprüngen

  • Immer schärfere gesetzliche Vorgaben verteuern Wohnungsbau 

  • Zinsentwicklung und Baukostensteigerungen verteuern Mieten um 59 Prozent

  • Wohnungsbau und -umbau werden aufgegeben – Regierungsziele unerreichbar

  • Immer weniger Sozialwohnungen – mehr staatliches Engagement notwendig 

  • Lösungsstrategie: Weniger Auflagen, mehr Investitionen, wirksame Förderung

  • Nettokaltmieten bei GDW-Unternehmen unter dem Bundesdurchschnitt

  • Drastische Kostensteigerungen bei warmen Betriebskosten: Energiekostenexplosion für Mieter und Vermieter abfedern – zwei Lösungsvarianten

Die vollständige Jahresbilanz des GDW ist übersichtlich auf der Website des Verbands abrufbar.

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zuletzt editiert am 08. Juli 2022
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