Ein Fonds von Tristan und Lübke Kelber erwerben 350 Wohnungen in Leipzig von einem börsennotierten Unternehmen.
Episo 6, ein von Tristan Capital Partners gemanagter Fondes, hat im Joint Venture mit Lübke Kelber ein Leipziger Wohnportfolio mit rund 350 Wohneinheiten erworben. Das Wohnensemble ist in einem sehr guten Zustand und vollvermietet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Als Joint-Venture-Partner wird Lübke Kelber erneut auch die Funktion des Asset- und Property-Managers übernehmen.
Simon Saitner, Tristan Capital Partners, sagt: „Das Wohnensemble liegt in äußerst attraktiver Lage und ergänzt dadurch perfekt unseren Leipziger Bestand mit nunmehr circa 3.100 Wohnungen. Im nächsten Schritt werden wir in die Objekte nach neuesten Standards investieren. Im Fokus stehen dabei die energetische Optimierung und der Werterhalt. Gemeinsam mit unserem Partner Lübke Kelber sind wir weiterhin ambitioniert, die derzeitigen Potenziale des deutschen Wohnimmobilienmarktes auszuschöpfen.“
Episo 6 wurde von Clifford Chance, Krapf Rechtsanwälte, BNP Paribas Real Estate, Drees & Sommer, PwC und Victoria Partners beraten.
Zahlen für das erste Halbjahr: Investoren bevorzugen Portfolios
Cushman & Wakefield verzeichnete am deutschen Wohnimmobilienmarkt für das zweite Quartal 2024 ein Transaktionsvolumen in Höhe 2,05 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und belegt das verstärkte Investoreninteresse für diesen Sektor. Insgesamt wurden damit im ersten Halbjahr 2024 Wohnimmobilien mit einem Volumen von 3,05 Milliarden Euro gehandelt.
Im zweiten Quartal 2024 dominierten großvolumige Portfoliotransaktionen, die einen Umsatz von 1,35 Milliarden Euro auf sich vereinten. Auffällig dabei war die lokale Prägung der Portfolios, deren Bestandteile oftmals in einer Stadt lagen. Das Volumen für Einzeltransaktionen sank im Zeitraum von April bis Juni auf 610 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2024 hatte es noch 854 Millionen Euro betragen, während für Portfoliotransaktionen nur ein Umsatz von 150 Millionen Euro registriert wurde.
Die beiden größten Transaktionen fanden in Berlin statt. Hierbei stach das Vonovia/Howoge-Portfolio heraus, das für 700 Millionen Euro veräußert wurde. Insgesamt wechselten hierbei 4.495 Wohnungen und ein 40 Hektar großes Areal den Eigentümer. Mieteinnahmen von circa 24,3 Millionen Euro führten zu einer Bruttorendite von rund 3,5 Prozent.
Die deutschlandweite Spitzenrendite zeigte sich mit 3,90 Prozent stabil und ein Anstieg ist derzeit nicht zu erkennen. Cushman & Wakefield geht davon aus, dass sich bis zum Ende des Jahres daran nichts Wesentliches ändert.
