Art-Invest und die Stadt Stuttgart küren den Siegerentwurf für das Kodak-Areal. Geplant ist ein Quartier mit über 400 Wohnungen.
Art-Invest Real Estate und die Stadt Stuttgart haben den städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb für das ehemalige Kodak-Areal in Stuttgart-Wangen abgeschlossen. Ziel des Verfahrens war es, den Charakter des historischen Industrieareals zu erhalten und zugleich ein urbanes, gemischt genutztes Quartier zu entwickeln. Besonderes Augenmerk lag auf städtebaulicher Qualität sowie klimatologischer Verträglichkeit. Insgesamt beteiligten sich 16 Planungsbüros an dem Wettbewerb. Nach einer ersten Auswahlphase wurden zwei Entwürfe überarbeitet und erneut bewertet.

Den Zuschlag erhielt schließlich das Büro Nuwela in Zusammenarbeit mit Hess/Talhof/Kusmierz Architekten und Stadtplanern. Ausschlaggebend waren laut Jury insbesondere die Qualität des städtebaulichen Konzepts sowie die funktionale Einbindung in die Umgebung.
Der Entwurf sieht ein Quartier vor, das sich an die bestehenden Rahmenbedingungen anpasst und verschiedene Nutzungen miteinander verbindet. Geplant sind unter anderem Forschungs- und Gewerbeflächen sowie mehr als 400 Wohnungen. Zentrale Elemente des Konzepts sind eine großzügige Quartiersmitte, ein ausgewogener Nutzungsmix sowie ein Mobilitäts- und Erschließungskonzept mit Öffnung zur Mitte. Ergänzt wird dies durch ein Community Center als sozialer Treffpunkt.
Das Konzept sieht unter anderem den Erhalt des historischen Kodak-Gebäudes aus den 1930er-Jahren vor. Die geplanten Neubauten sollen sich in die Topografie einfügen und zur Durchlüftung des Quartiers beitragen. Das rund 61.000 Quadratmeter große Areal soll perspektivisch eine Bruttogeschossfläche von etwa 150.000 Quadratmetern umfassen und als urbanes Baugebiet entwickelt werden.