Vier Personen bei der feierlichen Übergabe einer Urkunde beim Richtfest des Siemensstadt Square: eine Frau hält ein Mikrofon und spricht, zwei Personen nehmen die Urkunde entgegen, im Hintergrund Baustelle, Banner mit Siemens-Logo und grüne Dekoration.
Beim Richtfest wurde dem Siemens Vorstand das Zukunftsort-Zertifikat übergeben. V.l.n.r.: Kai Wegner (Regierender Bürgermeister Berlin), Veronika Bienert (Siemens), Cedrik Neike (Siemens) und Franziska Giffey (Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe). (Quelle: Siemens)

Projekte 2026-06-30T09:03:09.043Z Siemensstadt Square: Richtfest und 1.000 zusätzliche Wohnungen

Meilenstein für das Berliner Megaprojekt: Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung feiert Siemens Richtfest für das Atriumgebäude und das Hochhaus. Ein neuer Rahmenplan schraubt das Wohnungsziel deutlich nach oben.

Die Entwicklung des 76 Hektar großen Areals „Siemensstadt Square“ im Berliner Bezirk Spandau biegt in die nächste Phase ein. Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung hat die Siemens AG das Richtfest für die ersten beiden Hochbauten – das Atriumgebäude und ein rund 60 Meter hohes Hochhaus – gefeiert. Im Zuge dessen gaben der Technologiekonzern und das Land Berlin bekannt, dass der städtebauliche Rahmenplan final angepasst wurde. Das wichtigste Ergebnis für den Berliner Immobilienmarkt: Mit nun geplanten 3.750 Wohneinheiten wird das Wohnungsangebot um rund 1.000 Einheiten gegenüber den Ursprungsplanungen aufgestockt.

Der Zeitplan für das neue Entrée

Die beiden Rohbauten entstehen im vorgesehenen Zeit- und Investitionsrahmen direkt am künftigen S-Bahnhof Siemensstadt und bilden das sichtbare Entrée des neuen Stadtquartiers, das zu den elf offiziell ernannten „Zukunftsorten“ des Landes Berlin für die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft zählt:

  • Das Atriumgebäude: Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 geplant. Das Gebäude wird zukünftig als Berliner Firmensitz der Siemens AG dienen.
  • Das Hochhaus: Anfang 2028 sollen hier die Teams der Konzernsparten Digital Industries, Smart Infrastructure sowie Siemens Mobility zusammengeführt werden.

„Mit den ersten beiden neuen Gebäuden nimmt unsere Idee sichtbar Gestalt an“, erklärt Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands und CEO von Siemens Digital Industries. Langfristig soll ein offener Innovationscampus entstehen, der gezielt für externe Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups geöffnet wird, um ein Ökosystem für industrielle Software, KI und nachhaltige Infrastrukturen zu etablieren. Die industrielle Produktion des Standorts wird künftig in zwei separaten Industrie-Hubs gebündelt.

Ein hoher, moderner Büroturm aus rotem Stahl und Glas steht im Zentrum eines belebten Stadtplatzes. Vor dem Gebäude befinden sich Grünflächen, Fahrradfahrer und Fußgänger; rechts ist ein S-Bahn-Eingang sichtbar. Die Szene zeigt eine lebendige Stadtszene mit Outdoor-Aktivitäten, Cafés und zeitgenössischer Architektur.
Erste Neubauten am Eingang zum Innovationscampus an der neuen S-Bahn-Station Siemensstadt.

Infrastruktur: Grundstücksübertragung für Schulbau

Neben der reinen Hochbauentwicklung werden parallel die infrastrukturellen Voraussetzungen für das Quartier geschaffen. Im Zuge des angepassten Rahmenplans überträgt Siemens das Grundstück für eine geplante vierzügige Grundschule in unmittelbarer Bahnhofsnähe bereits zum 1. Juli 2026 an das Land Berlin und den Bezirk Spandau.

Für die überregionale Anbindung sorgt die laufende Reaktivierung der historischen Siemensbahn. Die reaktivierte Schienenstrecke soll das Quartier künftig direkt mit dem Berliner Hauptbahnhof verbinden und CO₂-freie Mobilitätsketten sichern.

Digitaler Zwilling und hocheffiziente Energieversorgung

„Die ersten Neubauten sind im Rohbau termingerecht abgeschlossen und werden im vorgesehenen Zeit- und Investitionsrahmen realisiert“, betont Siemens-CFO Veronika Bienert. Bei der Realisierung setzt der Konzern auf eine durchgängig digitale Kette: Die Steuerung des Großprojekts erfolgt vollständig über Building Information Modeling (BIM) und einen digitalen Zwilling des Quartiers, um den späteren Betrieb zu optimieren.

In puncto Nachhaltigkeit wird eine Zertifizierung nach der höchsten Stufe LEED Platinum angestrebt. Die Gebäude werden im KfW40-Standard sowie teilweise in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet. Die spätere Energieversorgung soll CO₂-neutral über ein eigenes Nahwärme- und Nahkältenetz erfolgen, das unter anderem den europaweit größten Abwasser-Wärmetauscher integriert.

Das Projekt ist zudem Teil der Initiative „Made for Germany“, in der sich 134 Unternehmen zusammengeschlossen haben, um zwischen 2025 und 2028 über 800 Milliarden Euro in den Wirtschaftsstandort Deutschland zu investieren.

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zuletzt editiert am 30. Juni 2026
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