Außenansicht eines modernen Siemens-Gebäudes mit umliegender Landschaft und Bäumen.
Visualisierung der Smart Factory Amberg aus der Vogelperspektive (Quelle: Siemens AG)

Digitalisierung 2026-03-04T11:29:43.699Z Siemens investiert in Zukunftsfabrik in Amberg

Siemens errichtet bis 2030 in Amberg eine KI-basierte, digitalisierte und automatisierte Zukunftsfabrik für den Geschäftsbereich Smart Infrastructure. Für den Neubau investiert Siemens rund 200 Millionen Euro.

Die geplante Fabrik ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland sowie zu „Made for Germany“. Ziel ist es, den wachsenden Bedarf an elektronischen Hightech-Produkten zu decken und die Produktionsflexibilität zu erhöhen. Zudem sind weitere Investitionen in die Modernisierung und Dekarbonisierung des Standortes geplant. Siemens will zudem die rund 2.400 Beschäftigten des Geschäftsbereichs Smart Infrastructure beim digitalen Wandel mitnehmen, umfassend weiterbilden und für die Arbeit in der digitalisierten Fabrik qualifizieren.

Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, sieht die Investition als Stärkung des Industrie­standorts: „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort. Und ein zusätzlicher Wachstumsimpuls für Siemens in Deutschland, der noch über die im Rahmen der ,Made for Germany‘-Initiative gemachten Investitionszusagen hinausgeht.“ Er ergänzt: „Durch den Einsatz industrieller Künstlicher Intelligenz, digitaler Zwillinge und modernster Automatisierung stärken wir Wettbewerbsfähigkeit und schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Ein Beitrag auch für ein starkes Industrieland Deutschland.“

Eine Luftaufnahme einer großen Industrieanlage mit mehreren Gebäuden und Parkplätzen, umgeben von Grünflächen und Straßen.
Luftbildaufnahme des bestehenden Standorts, ergänzt um eine Visualisierung der Smart Factory. Auf dem heutigen Parkplatz soll die neue Fertigung entstehen. (Quelle: Siemens AG)

Siemens will in der neuen Fabrik eine selbstlernende, autonome und hochflexible Produktion aufbauen, die von künstlicher Intelligenz mitgesteuert wird. Damit will das Unternehmen effizienter und nachhaltiger produzieren und flexibel auf Marktanforderungen reagieren. Bereits in der Planungsphase wird die Digitale Zwillings-Technologie verwendet, mit der sich das komplette Werk – inklusive Produktion, Maschinen und Logistik – vorab und in verschiedenen Szenarien simulieren lässt. Außerdem nutzt Siemens den „Digital Twin Composer“, der die verschiedenen digitalen Zwillinge zusammenführt.

In der künftigen Fertigung soll vor allem künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen und mit Echtzeitdaten den Produktionsablauf, Materialflüsse und die Anlagensteuerung optimieren. Außerdem ist eine vollautomatisierte Logistik mit fahrerlosen Transportsystemen und humanoider Robotik vorgesehen. Ein Reinraum für die Elektronikfertigung gehört ebenfalls zum Konzept.

Amberg ist mit zwei Siemens-Werken und rund 4.500 Beschäftigten ein zentraler Fertigungs- und Entwicklungsstandort. Derzeit produziert Siemens dort Schalt-, Schutz- und Überwachungsgeräte für industrielle Anwendungen sowie Industriesteuerungen.

Mit dem aktuellen Vorhaben bekennt sich Siemens erneut zum Industriestandort Deutschland und zur „Made for Germany“-Initiative. Der Initiative haben sich über 120 Unternehmen angeschlossen und gemeinsame Investitionen von über 800 Milliarden Euro in Deutschland zugesagt.

Die Siemens AG ist ein weltweit tätiges Technologieunternehmen mit den Schwerpunkten Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen.

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zuletzt editiert am 04. März 2026