Porträtbild Kay Wolf
PBB-Chef Kay Wolf (Quelle: pbb)

Finanzierung 2026-08-13T08:40:10.299Z PBB steigert Neugeschäft um 18 Prozent

Die PBB erzielt im ersten Halbjahr 16 Millionen Euro Vorsteuergewinn. Das Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung steigt auf 3,1 Milliarden Euro.

Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) hat im ersten Halbjahr 2026 einen Vorsteuergewinn von 16 Millionen Euro erzielt. Davon entfielen zehn Millionen Euro auf das zweite Quartal. Im Vorjahreszeitraum hatte die Bank infolge hoher Risikovorsorge für den strategischen Rückzug aus den USA noch einen Vorsteuerverlust von 249 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Risikovorsorge normalisierte sich im ersten Halbjahr 2026 auf minus 13 Millionen Euro, nachdem sie ein Jahr zuvor bei minus 323 Millionen Euro gelegen hatte. In den USA fielen nach Angaben der Bank keine zusätzlichen Risikokosten an.

„In einem anhaltend volatilen Marktumfeld haben wir ein solides Halbjahresergebnis erzielt“, sagt PBB-CEO Kay Wolf. „Die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres zeigt, dass die Transformation der Bank auf einem guten Weg ist. Unser Neugeschäft wächst weiter deutlich und profitabel. Der Anteil der Assetklassen, in denen wir weiter wachsen wollen, liegt inzwischen bei knapp einem Viertel. Bei der Diversifikation unserer Erträge machen wir Fortschritte, wie die deutlich gestiegenen Erträge im Segment Real Estate Investment Solutions zeigen.“

Neugeschäft wächst auf 3,1 Milliarden Euro

Im Segment Real Estate Finance Solutions (REFS) stieg das Neugeschäft im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Allein im zweiten Quartal entfielen darauf 1,8 Milliarden Euro. Der Anteil der Neuzusagen erhöhte sich im ersten Halbjahr von 23 auf 67 Prozent.

Zugleich verschiebt die PBB ihr Neugeschäft stärker in die strategisch definierten Wachstumssegmente Hotel, Senior Living, Student Housing und Rechenzentren. Im zweiten Quartal entfielen 23 Prozent des Neugeschäfts auf diese Nutzungsarten, im gesamten ersten Halbjahr waren es 14 Prozent.

Das Bestandsvolumen des Immobilienfinanzierungsportfolios lag zur Jahresmitte bei 26,8 Milliarden Euro und damit unverändert gegenüber dem ersten Quartal. Mitte 2025 hatte es noch 28,2 Milliarden Euro betragen. Der Rückzug aus dem US-Geschäft schreitet nach Angaben der Bank schneller voran als geplant.

Operative Erträge gehen zurück

Die operativen Erträge der PBB sanken im ersten Halbjahr von 206 auf 167 Millionen Euro. Das Zinsergebnis ging von 211 auf 165 Millionen Euro zurück. Als Gründe nennt die Bank das geringere Volumen des Immobilienfinanzierungsportfolios sowie Kosten für die Absicherung des weiterhin performenden Teils des US-Portfolios.

Im Segment Real Estate Investment Solutions (REIS) entwickelten sich die Erträge dagegen positiv. Die operativen Erträge stiegen von elf Millionen Euro im ersten Quartal auf 14 Millionen Euro im zweiten Quartal. Die Assets under Management erhöhten sich von 3,0 auf 3,1 Milliarden Euro. REIS erzielte im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von zwei Millionen Euro.

Der Verwaltungsaufwand der Bank stieg im ersten Halbjahr von 115 auf 126 Millionen Euro. Die bereinigte Cost-Income-Ratio lag bei 77 Prozent. Für das Gesamtjahr strebt die PBB weiterhin einen Wert zwischen 70 und 75 Prozent an.

Kernkapitalquote steigt auf 14,6 Prozent

Die harte Kernkapitalquote (CET1) erhöhte sich gegenüber dem ersten Quartal von 13,4 auf 14,6 Prozent. Mitte 2025 hatte sie bei 15,3 Prozent gelegen. Den Anstieg gegenüber dem Vorquartal führt die Bank vor allem auf regulatorische Anpassungen im F-IRBA-Standard zurück. Die Liquiditätsdeckungsquote erreichte 402 Prozent nach 330 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Für das Gesamtjahr hält die PBB an ihrer Prognose fest. Das Neugeschäft soll 2026 zwischen 7,5 und 8,5 Milliarden Euro erreichen, nach 6,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Für das REFS-Finanzierungsportfolio strebt die Bank trotz des weiteren Abbaus des US-Geschäfts zum Jahresende ein Volumen von mindestens 27 Milliarden Euro an.

Auch interessant:

zuletzt editiert am 13. August 2026
Newsletter