Die PBB erhöht ihre Risikovorsorge und erwartet daher für 2023 ein niedrigeres Vorsteuerergebnis als prognostiziert.
Angesichts der länger anhaltenden Schwäche am Markt für gewerbliche Immobilien hat die Deutsche Pfandbriefbank AG (PBB) ihre Risikovorsorge deutlich aufgestockt. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2023 beläuft sich das Risikovorsorgeergebnis auf minus 104 Millionen Euro (Neun-Monats-Zahl 2022: minus 38 Millionen Euro). Das Vorsteuerergebnis liegt damit bei 91 Millionen Euro (IFRS, Konzern, ungeprüft) nach 159 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Erwartung: Vorsteuerergebnis quasi halbiert
Da die Aufwendungen für Risikovorsorge und investive Maßnahmen ansteigen, erwartet die PBB für das laufende Geschäftsjahr ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 90 bis 110 Millionen Euro (IFRS, Konzern). In ihrer Prognose vom Jahresanfang 2023 war die PBB von einem Vorsteuerergebnis in der Bandbreite von 170 bis 200 Millionen Euro ausgegangen. Damit erwartet der PBB-Konzern auch im aktuellen Marktumfeld und trotz der umfangreichen Aufwendungen für die strategische Weiterentwicklung ein deutlich positives Ergebnis.
„Wir rechnen erst im ersten Halbjahr 2024 mit einer Stabilisierung am Immobilienmarkt“, sagt Andreas Arndt, CEO der PBB. „Der Preis-Findungsprozess zieht sich deutlich länger hin als erwartet. Wir haben uns daher entschieden, bereits im dritten Quartal die bilanzielle Risikovorsorge deutlich zu erhöhen. Wir bleiben voraussichtlich trotzdem deutlich profitabel, passen aber unsere Guidance für das Gesamtjahr 2023 an.“
In Anbetracht der herausfordernden Lage an den Immobilienmärkten geht die pbb davon aus, dass sie – anders als in den Vorjahren – für das Geschäftsjahr 2023 keine Sonderdividende ausschütten wird.
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