Ein Geschäftsmann im Anzug sitzt und spricht gestikulierend.
Reinhold Knodel ist Vorstand und Inhaber der Pandion AG. (Quelle: Pandion/Marc Kemper)

Finanzierung 2025-10-28T10:08:42.568Z Pandion plant Prolongation der Unternehmensanleihe

Pandion will Anleihe verlängern: Für die 2026 fällige Unternehmensanleihe schlägt der Projektentwickler eine Laufzeitverlängerung um 2,5 Jahre vor.

Die Kölner Pandion AG hat ein Konzept zur Neuausrichtung ihrer Finanzierungsstruktur vorgestellt. Zentrales Element ist die geplante Prolongation der Unternehmensanleihe 2021/2026. Ergänzt wird das Maßnahmenpaket durch einen Finanzierungsvertrag mit einem institutionellen Investor sowie den Abverkauf von Bestandsprojekten. Ziel ist die Wiederherstellung der Fristenkongruenz zwischen Tilgungen und Mittelzuflüssen.

Die im Jahr 2021 begebene Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A289YC5) mit einem Volumen von rund 40 Millionen Euro soll um zweieinhalb Jahre bis zum 5. August 2028 verlängert werden. Gleichzeitig schlägt Pandion eine Erhöhung des Kupons um 250 Basispunkte auf 8,00 Prozent pro Jahr sowie eine Umstellung auf halbjährliche Zinszahlungen vor. Zudem ist eine vorzeitige Teilrückzahlung in Höhe von zehn Prozent des Nennbetrags zum Jahresende 2027 geplant.

Flankiert wird das Refinanzierungskonzept von einer Finanzierungszusage in Höhe von 100 Millionen Euro, die im Oktober vereinbart wurde. Der Abschluss steht unter aufschiebenden Bedingungen. Darüber hinaus soll durch gezielten Abverkauf von Portfoliobeständen zusätzliche Liquidität generiert werden.

Ein von Pandion beauftragtes externes Gutachten bescheinigt dem Konzept bei vollständiger Umsetzung eine tragfähige finanzielle Perspektive bis mindestens 2028, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

„Die hohe Bindung von Eigenkapital in unseren Projekten und die marktbedingt verzögerten Projektverkäufe haben zu einer Inkongruenz zwischen Tilgungsleistungen und Mittelzuflüssen geführt“, erläutert Reinhold Knodel, Vorstand und Inhaber der Pandion AG. „Die Umstrukturierung unserer Finanzierung – darunter die Vereinbarung über 100 Millionen Euro mit dem Finanzinvestor, die Anpassung der Anleihebedingungen sowie der Abverkauf von Portfoliobeständen – schaffen bei Umsetzung die notwendige finanzielle Flexibilität, um unser intaktes Geschäftsmodell wieder auf eine langfristig solide Grundlage zu stellen. Auch ich habe persönlich Verantwortung übernommen, um die finanzielle Umstrukturierung zu unterstützen. Unsere umfangreiche Projektpipeline, die wachsenden Verkaufszahlen im Wohnsegment und die jüngsten Mieterfolge im Gewerbebereich belegen, dass wir mit unserer Strategie und dem konsequenten Fokus auf A-Städte weiterhin den richtigen Kurs fahren.“

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zuletzt editiert am 28. Oktober 2025