Investment von elf Millionen Euro: Next Generation finanziert ein Windenergieprojekt inklusive CO₂-Abscheidung in Rhede.
Der Impact-Investor Next Generation Invest beteiligt sich mit seinem Infrastruktur-Fonds an einem Windenergieprojekt im westlichen Münsterland. Das Projekt soll einen regionalen Biogasanlagen-Standort versorgen – inklusive CO₂-Abscheidung.
Der auf reale Vermögenswerte spezialisierte Investmentmanager Next Generation Invest investiert elf Millionen Euro aus seinem Infrastruktur-Fonds in ein Windkraftprojekt in Rhede (NRW), nahe der niederländischen Grenze. Der Bau der Anlage hat im laufenden Quartal begonnen, die Inbetriebnahme ist für Oktober 2026 vorgesehen.
Das Vorhaben ist Teil eines integrierten Energie- und Verwertungskonzepts, das am Standort bereits bestehende Photovoltaik- und Blockheizkraftwerke einbindet. Die Windenergieanlage soll künftig jährlich rund 13,5 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Ein Großteil davon wird für den Betrieb einer Anlage zur Produktion und Verflüssigung von Bioerdgas sowie zur CO₂-Abscheidung genutzt. Überschüsse fließen ins regionale Stromnetz. Enercon liefert die Technologie.
„Mit der Investition in das Windenergieprojekt in Rhede leisten wir einen konkreten Beitrag zur regionalen Energiewende sowie der Stärkung der Kreislaufwirtschaft, regionaler integrierter Wertketten und des deutschen Mittelstandes“, sagt Florian Philippi, Investment Manager Infrastruktur bei Next. „Gleichzeitig setzen wir als privater Investor mit unserem Fonds ein Zeichen, wie marktorientierte Carbon Capture and Storage-Projekte im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energieprodukten als wirkungs- und renditestarke Kapitalanlage funktionieren können.“
CCS und Bioerdgas: Zusammenspiel erneuerbarer Technologien
Next verfolgt in Rhede ein zirkuläres Energieversorgungskonzept, das verschiedene Technologien miteinander kombiniert. Neben der CO₂-neutralen Stromversorgung der Bioenergieanlagen ist die Abscheidung und Verflüssigung von Kohlendioxid Teil des Projekts. Auch die Finanzierung wesentlicher Teile der Gesamtanlage erfolgte über den gleichen Fonds.
Die geplante Windanlage ergänzt das bestehende regionale Energieportfolio. Perspektivisch soll die Versorgung durch geplante Energiespeicher erweitert werden, um Schwankungen bei der Einspeisung auszugleichen. Ziel ist es, eine möglichst autarke Versorgung des Standorts zu erreichen und den Anteil eingespeister Überschüsse zu minimieren.
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