Dr. Louis Hagen
Dr. Louis Hagen, Vorsitzender des Vorstands der Münchener Hyp. (Quelle: Münchener Hyp)

Finanzierung

08. April 2022 | Teilen auf:

Münchener Hyp emittiert grünen Pfandbrief

Die Münchener Hypothekenbank hat einen grünen Hypothekenpfandbrief mit einem Volumen von einer Milliarde Euro am Markt platziert.

„Der Pfandbrief war so stark nachgefragt, dass das Orderbuch nach rund zwei Stunden bei einem Volumen von über 2,7 Milliarden Euro geschlossen wurde“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Rund ein Drittel des Emissionsvolumens wurde demnach von Investoren gezeichnet, die sich auf grüne und nachhaltige Investments spezialisiert haben.

„Im Rahmen unser ESG-Strategie wollen wir Nachhaltigkeit noch tiefer im Kerngeschäft der Münchener Hyp verankern und unser Angebot an nachhaltigen Immobilienfinanzierungen weiter ausbauen. Dazu gehört im Sinne des Kreislaufgedankens eine nachhaltige Refinanzierung durch grüne Pfandbriefe“, sagte Dr. Louis Hagen, Vorsitzender des Vorstands der Münchener Hyp.

Die Münchener Hyp emittierte im Jahr 2014 den weltweit ersten nachhaltigen Pfandbrief. Der nun emittierte grüne Hypothekenpfandbrief basiert auf dem Green Bond Framework der Bank, das die ICMA Green Bond Principles erfüllt und den Mindeststandards des VDP für grüne Pfandbriefe entspricht.

"Fokus auf Nachhaltigkeit"

Die Deckungsmasse der Emission setzt sich aus privaten und gewerblichen Immobilien zusammen, die die ökologischen Kriterien des Green Bond Frameworks erfüllen. Einen wesentlichen Teil davon bilden private Wohnimmobilien, die mit dem Grünen Darlehen der Münchener Hyp finanziert wurden.

Die Laufzeit des grünen Pfandbriefs beträgt sieben Jahre und zehn Monate. Der Spread liegt bei zwei Basispunkten über Swap-Mitte. Der Kupon beträgt 1,25 Prozent.

„Die jahrelange, intensive Investorenarbeit auch mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit hat zu dem großen Erfolg des grünen Pfandbriefs deutlich beigetragen“, kommentiert Claudia Bärdges-Koch, Head of Debt Investor Relations der Münchener Hyp.

Auch international fand die Emission großes Interesse. Insgesamt wurden 85 Orders aus 17 Staaten abgegeben. Regionaler Schwerpunkt mit rund 65 Prozent des Emissionsvolumens war Deutschland. Es folgten Investoren aus den skandinavischen Staaten und Benelux. Größte Investorengruppe waren Banken mit rund 50 Prozent des Emissionsvolumens, gefolgt von Zentralbanken mit rund 25 Prozent und Fonds, die rund 20 Prozent des Emissionsvolumens erworben haben.

Die Transaktion begleiteten Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Landesbank Hessen-Thüringen, Natixis, Nord/LB.

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zuletzt editiert am 08.04.2022