Aldi Nord entwickelt das historische Bahnhofsareal in Leipzig-Connewitz und will eine neue Filiale mit 75 Mikrowohnungen realisieren.
Aldi Nord plant im Umfeld des Bahnhofs Leipzig-Connewitz ein Bauprojekt mit städtebaulichem Fokus. Kern des Vorhabens ist die Realisierung eines modernen Lebensmittelmarktes, der mit Wohneinheiten für Studierende kombiniert wird. Durch die vertikale Nachverdichtung soll eine effiziente Flächennutzung an dem gut erschlossenen innerstädtischen Standort erreicht werden.
Das Konzept sieht über dem Markt 75 Mikrowohnungen vor, die Platz für bis zu 99 Studierende bieten. Aldi Nord befindet sich nach eigenen Angaben bereits in detaillierten Gesprächen mit potenziellen Betreibern für die Wohnanlage. Ergänzend sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig angrenzende Park-and-Ride-Flächen für Pendler bereitgestellt werden.

Revitalisierung denkmalgeschützter Substanz
Das Projekt umfasst zudem die Entwicklung des gesamten Bahnhofsgeländes inklusive der denkmalgeschützten Gebäude. Während sich das Bahnhofsgebäude im Eigentum von Aldi Nord befindet, gehört der sanierungsbedürftige ehemalige Güterschuppen der Stadt Leipzig. Ein Gesamtkonzept soll die wirtschaftlich tragfähige Wiederherstellung dieser Flächen ermöglichen.
Geplant ist eine Umnutzung der historischen Substanz für ein Studentencafé, Büroflächen, einen Fitnessbereich sowie umfangreiche Fahrradstellplätze. Damit soll das Areal langfristig belebt und die Bausubstanz gesichert werden.
Die Umsetzung der einzelnen Bauabschnitte – sowohl des Marktes mit den darüberliegenden Wohnungen als auch der Sanierung der Bestandsgebäude – ist im Laufe des Jahres 2027 vorgesehen.