Landmarken übernimmt das Areal des St. Elisabethen-Krankenhauses in Lörrach und startet seine erste Wohnentwicklung in Baden-Württemberg.
Die Landmarken AG hat das Areal des St. Elisabethen-Krankenhauses in Lörrach erworben. Verkäufer ist der Orden der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Freiburg. Auf dem 21.450 Quadratmeter großen Grundstück soll ein neues Wohnquartier mit mehr als 300 Wohneinheiten entstehen. Geplant sind sowohl die Umnutzung bestehender Gebäude als auch Neubauten. Ergänzt werden soll das Quartier unter anderem um eine Kindertagesstätte sowie weitere quartiersbezogene Nutzungen.
Mit dem Projekt realisiert Landmarken seine erste Wohnentwicklung in Baden-Württemberg. Nach Unternehmensangaben wächst die Wohnentwicklungspipeline damit auf rund 330.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche.
Bestand und Neubau werden kombiniert
Das Krankenhaus wurde ab 1912 errichtet und über Jahrzehnte erweitert. Der Klinikbetrieb soll 2027 in das neue Zentralklinikum des Landkreises Lörrach umziehen. Landmarken plant, einen Teil der Bestandsgebäude für Wohnzwecke umzunutzen. Dazu zählt unter anderem das historische Haupthaus mit seinem Säulenportal. Andere Gebäude, darunter das ehemalige Schwesternwohnheim und das Funktionsgebäude mit den Operationssälen, sollen Neubauten weichen.
Geplant sind öffentlich geförderte Mietwohnungen für unterschiedliche Zielgruppen, darunter Familien, Studierende, Auszubildende und Senioren. Außerdem sind eine Kita, ein öffentlicher Spielplatz, ein Café sowie weitere Grünflächen vorgesehen. Auch Arzt- oder Therapiepraxen sind als ergänzende Nutzungen möglich. Stellplätze sollen überwiegend in Tiefgaragen entstehen.
Planungsrecht bis Ende 2028 angestrebt
Bis zum Herbst wollen Landmarken und die Stadt Lörrach einen städtebaulichen Grundlagenvertrag ausarbeiten. Anschließend soll das Planungsrecht geschaffen werden. Ziel ist ein Satzungsbeschluss bis Ende 2028.
„Dieser Ort hat eine besondere Geschichte. Viele Lörracher wurden hier geboren oder verbinden persönliche Erinnerungen an die Schwestern mit dem Krankenhaus. Dem wollen wir mit einer zum Ort passenden Entwicklung gerecht werden, die soziale Wirkung entfaltet“, so Christine Rumpf, Leiterin der Landmarken-Niederlassung Rhein-Main.
Auch der Verkäufer legt nach eigenen Angaben Wert auf eine sozial orientierte Nachnutzung. Generaloberin Schwester Gertrudis Ruf erklärt, Ziel sei es gewesen, „eine ordensverträgliche Nachnutzung zu finden, die zugleich auch den Zielen der Stadt im Hinblick auf eine städtebauliche Entwicklung an diesem besonderen Ort gerecht werden sollte“. Das Konzept von Landmarken habe in diesem Auswahlprozess überzeugt.
Die Transaktion wurde von Sprenker & Röder Immobilien gemeinsam mit MSI Gewerbeimmobilien vermittelt.
