Klara Geywitz wird Bauministerin im Kabinett von Olaf Scholz – ZIA und IVD freuen sich auf die Zusammenarbeit.
Die Bekanntmachung von Klara Geywitz als neue Bundesministerin für Bauen und Wohnen kommentiert ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner wie folgt: „Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, den engen Austausch und den zielgerichteten Dialog mit der neuen Bundesbauministerin Klara Geywitz.“
„Die Angebote zur Fortsetzung unserer Zusammenarbeit im 'Bündnis bezahlbarer Wohnraum' und die Wiederbelebung der Innovationspartnerschaft sind ein großartiges Signal. Denn wenn wir auch nur annähernd die Zielmarke von 400.000 neuen Wohnungen im Jahr erreichen und gleichzeitig auch die Voraussetzungen zur Errichtung attraktiver Wirtschaftsimmobilien schaffen wollen, gelingt dies nur unter Einbindung aller relevanten Akteure. Am Ende treibt uns alle nur ein Ziel an: bezahlbare, lebenswerte und nachhaltige Städte und Gemeinden in Deutschland“, so Mattner weiter.
IVD: "Geywitz kann auf die Immobilienwirtschaft zählen"
Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverband Deutschland IVD, sagt: „Mit der offiziellen Verkündung des Zuschnitts des für Bauen und Wohnen zuständigen Ministeriums und dessen Hausspitze steht dem dringenden Neustart der Wohnungspolitik nichts mehr im Wege. Wir freuen uns, mit Klara Geywitz eine Ministerin zu bekommen, die als erfahrene Landes- und Kommunalpolitikerin die ganz konkreten Probleme kennt, die Bauvorhaben vor Ort oftmals im Wege stehen. In den Bereichen Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung kommen auf die neue Bauministerin enorme Herausforderungen zu, zu deren Bewältigung wir ihr unsere volle Unterstützung zusichern.“
Das im Koalitionsvertrag gesetzte Ziel, die ländlichen Räume stärker in den Fokus zu nehmen, um auch so für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen, sei ein ebenso wichtiges Signal wie das vereinbarte Ziel, jährlich 400.000 Wohnungen zu bauen. Allerdings sollte Frau Geywitz dieser Zielmarke nicht alles unterordnen, so Schick.
Die durch die vorherige Bundesregierung forcierte Bautätigkeit schlage bereits positiv auf die Mietpreisentwicklung durch. „Das steigende Wohnungsangebot lässt in Kombination mit den aktuellen demografischen Trends nur eine Schlussfolgerung zu: Die Ausweisung von Neubaugebieten mit der Gießkanne ist in der aktuellen Situation nicht geboten und kann sich mitunter sogar kontraproduktiv auswirken. Es gilt, sich beim Neubau auf jene Regionen zu konzentrieren, die nach wie vor einen hohen Zuzug und entsprechende Wohnungsknappheiten aufweisen. In den ländlichen Räumen und strukturschwächeren Regionen sollte man stattdessen priorisiert den Gebäudebestand in den Blick nehmen“, sagt der IVD-Präsident und ergänzt: „Durch bedarfsgerechte und energetische Ertüchtigung von un- oder untergenutzten Wohngebäuden sowie Umnutzung leerstehender Gewerbeflächen in Wohnraum lässt sich die zunehmende Entkoppelung von Wohn- und Arbeitsort nutzen, um die ländlichen Räume auch ohne Neubau und zusätzliche Versiegelung zu stärken. Das ebenfalls im Koalitionsvertrag vereinbarte Bündnis sollte sich unter Einbeziehung aller relevanten Player so schnell wie möglich konstituieren, um diese differenzierten Weichenstellungen vorzunehmen.“
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