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Antworten auf die Frage: Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Immobilienmarkt in den nächsten zwölf Monaten entwickeln? (Quelle: Patrizia Immobilien)

Investment 2023-07-03T08:00:33.747Z Investoren stecken mehr Geld in Dekarbonisierung

Immobilieninvestoren erwarten höhere Investments in Modernisierungen nach ESG-Prinzipien, ergibt eine Umfrage von Patrizia.

Die Befragung von 120 Investoren, die Patrizia in Auftrag gegeben hat, zeigt einen klaren Trend zur Wertsteigerung durch aktives Asset Management, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Initiativen zur Dekarbonisierung und der Erhebung von ESG-Daten. Darüber hinaus richtet sich der Fokus der Investoren in den nächsten fünf Jahren mehr auf Value-add-Strategien.

85 Prozent der befragten Investoren erwarten, dass „Brown-to-Green“-Entwicklungen in den nächsten zwölf Monaten zunehmen werden, wobei fast ein Viertel der Befragten einen deutlichen Anstieg erwartet. Gleichzeitig rechnen zwei von drei Investoren mit einem Anstieg der Investitionsausgaben und Modernisierungsprogramme, was den zunehmenden Fokus der Investoren auf die Wertsteigerung durch ein pragmatisches Asset-Management widerspiegelt.

Neben dem stärkeren Fokus auf Asset-Management zeigen die Umfrageergebnisse eine Verschiebung bei Strategien und der Risikobereitschaft der Investoren. Debt, Value-Add und Opportunitic gehören zu den Strategien, in denen Investoren ihre Allokation in den nächsten fünf Jahren am meisten ausbauen wollen. Diese Ergebnisse bestätigen den allgemeinen Trend zur Modernisierung des europäischen Immobilienbestands, beispielsweise sind rund 65 Prozent der Bürogebäude vor dem Jahr 2000 erbaut worden.

Weniger Rendite, weniger Transaktionen

Die diesjährige Investorenumfrage zeigt, dass die Investoren zurückhaltender geworden sind, ihre Immobilienallokation auszubauen, was die Unsicherheit im aktuellen Marktumfeld widerspiegelt. Die Mehrheit der Investoren (55 Prozent) beabsichtigt, die Immobilien-Allokation konstant zu halten. Rund ein Fünftel plant diese aufzustocken und 28 Prozent planen eine Verringerung in den nächsten fünf Jahren. Im Vergleich dazu gaben im vergangenen Jahr mehr als 60 Prozent der Investoren an, dass sie ihre Immobilien-Allokation in den nächsten fünf Jahren ausbauen wollen.

Mehr als die Hälfte der Investoren geht davon aus, dass die Gesamtrenditen in den nächsten zwölf Monaten sinken werden, während 66 Prozent weniger Transaktionen in dem Zeitraum erwarten. Die Investoren sind jedoch unverändert vom robusten Ertragsprofil von Immobilien überzeugt. 64 Prozent glauben, dass die Mieten im Laufe des Jahres steigen werden, was dem erwarteten starken Anstieg der Finanzierungskosten entgegenwirkt.

Logistik und Wohnen besonders beliebt

Beim Ausbau ihrer Immobilien-Allokation konzentrieren sich die Investoren weiterhin auf die Anlageklassen Logistik und Wohnen. Mehr als 20 Prozent der Investoren planen, die Gewichtung dieser beiden Anlageklassen in den nächsten fünf Jahren zu erhöhen. Dagegen erwarten sie, ihre Allokation in Einzelhandels- und Büroimmobilien weiter zu verringern.

Die Investorenbefragung zeigt, dass der Trend einer wachsenden Bedeutung von ESG-Kriterien, also von ökologischen, sozialen und Governance-Gesichtspunkten, bei Investmententscheidungen anhält.

Nahezu 90 Prozent der Investoren geben an, dass sie ESG-Daten zu ihren Immobilieninvestments erfassen und nutzen, ein Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 70 Prozent sind ESG-Kriterien ein wichtiger Bestandteil des Investmentprozesses. Sie erwarten, dass ihre neuen Investments ESG-Ziele berücksichtigen, also beispielsweise Artikel-8-Fonds gemäß der EU-Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor sind. Mehr als die Hälfte der Investoren gibt darüber hinaus an, bei Investmententscheidungen neben Risiko und Rendite auch den „Impact“ zu bewerten.

Messung der Klimaauswirkungen

Ein Schwerpunkt der Investoren liegt dabei weiterhin darauf, Klimaauswirkungen zu messen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden 82 Prozent den Energieverbrauch ihrer Immobilieninvestments erfassen (+13 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). Fast drei Viertel werden die direkten (Scope 1) CO2-Emissionen messen (+8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). 65 Prozent werden die indirekten (Scope 2) CO2-Emissionen verfolgen (+26 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr) und 45 Prozent werden die (Scope 3) CO2-Emissionen entlang ihrer Wertschöpfungskette messen (+13 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr), so die Ergebnisse der Investorenbefragung.

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zuletzt editiert am 03. Juli 2023