Deutlich höheres Transaktionsvolumen, stabile Renditen und eine steigende Zahl großer Deals prägen den Hotelinvestmentmarkt 2025.
Der deutsche Hotelinvestmentmarkt zeigt sich 2025 deutlich erholt. In den ersten drei Quartalen wurden je nach Quelle zwischen 1,3 und 1,58 Milliarden Euro investiert. Damit übersteigt das Marktgeschehen deutlich das Niveau des Vorjahres und nähert sich dem langjährigen Durchschnitt. Laut CBRE liegt das aktuelle Transaktionsvolumen 50 Prozent über dem Vorjahreswert. Cushman & Wakefield sprechen von einem Zuwachs um 68 Prozent, JLL von 57 Prozent.

Ein zentraler Treiber der Entwicklung war der Verkauf des sogenannten Keystone-Portfolios von Blackstone an Event Hotels. Insgesamt wechselten 17 Hotels der Marken Ibis und Mercure den Besitzer. Auch weitere große Einzeltransaktionen wie der Verkauf des Steigenberger Hotels am Kanzleramt in Berlin oder des Mandarin Oriental in München trugen zur Marktbelebung bei. Laut Colliers machte das Keystone-Portfolio allein über 100 Millionen Euro aus, JLL nennt ein Volumen von rund 450 Millionen Euro für das Motel One Upper West in Berlin.
Trotz des gestiegenen internationalen Interesses dominierten deutsche Investoren den Markt. Colliers zufolge lag ihr Anteil bei rund 68 Prozent, Cushman & Wakefield nennt einen Anteil von knapp 60 Prozent. Aktivste Käufergruppen waren laut CBRE und JLL Betreiber sowie Family Offices. Die Nachfrage konzentrierte sich auf Core- und Core-Plus-Objekte, Value-Add-Strategien gewinnen aber weiter an Bedeutung.
Stabile Renditen, steigende Losgrößen
Die Spitzenrenditen bewegten sich in einer Spanne zwischen 4,70 und 5,50 Prozent und blieben damit weitgehend stabil. Auffällig ist der Trend zu größeren Einzeltransaktionen. Laut CBRE lag die durchschnittliche Losgröße bei 26,7 Millionen Euro, JLL nennt sogar 35,4 Millionen Euro. Gleichzeitig verzeichneten die Berater eine steigende Zahl an Transaktionen: JLL zählte bis Ende September 40 Deals, Colliers sprach von einem Plus von 33 Prozent.
Ein Großteil des Investitionsvolumens entfiel weiterhin auf die Top-7-Städte. Besonders gefragt waren Berlin und München. In beiden Metropolen profitierten die Volumina unter anderem vom Verkauf großer Hotels wie dem Steigenberger oder dem Mandarin Oriental. BNP Paribas Real Estate verzeichnete allein für München 275 Millionen Euro, Berlin folgt mit 262 Millionen Euro. Auffällig ist jedoch auch eine zunehmende Diversifizierung: Laut Colliers verlagerten sich Transaktionen verstärkt in Umlandregionen und sekundäre Standorte.
Ausblick: Starkes Jahresende erwartet
Mehrere Marktteilnehmer erwarten ein kräftiges Schlussquartal. In Vorbereitung befinden sich laut Colliers und CBRE weitere große Transaktionen. Die Marktdynamik dürfte auch durch Umnutzungen leerstehender Büroimmobilien zu Hotels zunehmen. Zudem gleichen sich laut BNP Paribas die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern weiter an.