Hochtief hat von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einen PPP-Auftrag über rund 230 Millionen Euro erhalten. Der Neubau des Max Rubner-Instituts soll bis 2028 entstehen, Hochtief übernimmt auch den 30-jährigen Betrieb.
Hochtief wird in Kiel eine neue Forschungseinrichtung für das Max Rubner-Institut (MRI) realisieren. Der von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vergebene Auftrag hat ein Gesamtvolumen von rund 230 Millionen Euro. Der Vertrag wurde am 11. Februar in Berlin unterzeichnet.
Das Projekt wird als Public-Private-Partnership (PPP) umgesetzt. Hochtief PPP Solutions verantwortet dabei Planung und Bau sowie den Betrieb des Gebäudes über einen Zeitraum von 30 Jahren. Die Fertigstellung der Forschungseinrichtung ist für Herbst 2028 vorgesehen.
Der Neubau entsteht in unmittelbarer Nähe zur Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. In dem Gebäude werden die Kieler und Hamburger Einheiten des Bundesforschungsinstituts zusammengeführt. Die Nutzfläche beträgt rund 6.250 Quadratmeter. Ziel ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu stärken.
Aufgrund der hohen technischen Anforderungen ist ein komplexes Gebäudekonzept vorgesehen. Um hochempfindliche Messgeräte und Mikroskope vor Erschütterungen zu schützen, soll das Gebäude weitgehend von Umwelteinflüssen entkoppelt werden. Für die vorgesehenen Speziallabore, unter anderem für Mikrobiologie und Nahrungsmittelforschung, gelten erhöhte Sicherheitsstandards. Das Sicherheitskonzept orientiert sich an Vorgaben des Bundeskriminalamtes (BKA).
Nachhaltigkeitsaspekte spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Das Forschungszentrum soll die bundeseigenen Standards für nachhaltiges Bauen (BNB) in Silber erfüllen und den Effizienzstandard EGB 40 erreichen. Die Wärmeversorgung ist über oberflächennahe Geothermie geplant.
Hochtief verweist im Zusammenhang mit dem Auftrag auf seine Aktivitäten im Bereich Forschungs- und Laborgebäude. Der Konzern realisiert derzeit mehrere vergleichbare Projekte im In- und Ausland.
