Ein detailliertes 3D-Stadtmodell von Frankfurt am Main, das die Highrise-Studie von Cushman & Wakefield visualisiert. Die städtebauliche Planung hebt bestehende und geplante Hochhäuser durch eine rote Farbgebung hervor, um die vertikale Entwicklung des Frankfurter Stadtbildes darzustellen.
C&W betrachtet in seiner Studie 59 Frankfurter Hochhäuser mit Büronutzung. (Quelle: Cushman & Wakefield)

Standorte & Märkte 2026-10-09T07:04:30.081Z Frankfurter Hochhäuser: Neubauten ziehen Mieter an

Knapp zwei Drittel der Anmietungen bis 2030 entfallen laut der neuen Highrise-Studie von Cushman & Wakefield auf neuere Hochhäuser. Der Leerstand steigt zunächst.

Die Nachfrage im Frankfurter Bürohochhausmarkt konzentriert sich auf neuere Gebäude. Laut der aktuellen Highrise-Studie von Cushman & Wakefield (C&W) entfallen 64 Prozent der bis 2030 registrierten Anmietungen auf Hochhäuser, die seit 2021 fertiggestellt wurden oder bis 2030 hinzukommen sollen. Zugleich erwartet das Beratungsunternehmen zunächst einen Anstieg der Leerstandsquote.

Die Untersuchung umfasst 59 Hochhäuser mit Büronutzung und insgesamt rund zwei Millionen Quadratmetern Bürofläche. Für die Analyse wurden mehr als 500 Mieterbewegungen erfasst. Gebäude der Baujahre 2021 bis 2025 vereinen 45 Prozent der bekannten Anmietungen bis 2030 auf sich. Weitere 19 Prozent entfallen auf Neubauten ab 2026.

Ältere Hochhäuser verlieren Mieter

Auf Hochhäuser der Baujahre 1991 bis 2010 entfallen 61 Prozent aller dokumentierten Auszüge bis 2030. Viele Unternehmen bleiben bei einem Standortwechsel allerdings innerhalb des Hochhaussegments. Dies gilt der Studie zufolge insbesondere für Banken, Finanzdienstleister, internationale Kanzleien, Beratungsunternehmen und institutionelle Nutzer.

Hanjo Theiss, Head of Office Agency & Office Sector Germany bei C&W, erklärt: „Die Studie bestätigt den anhaltenden Flight-to-Quality-Trend am Frankfurter Büromarkt. Während ältere Bestandsgebäude zunehmend unter Wettbewerbsdruck geraten, konzentriert sich die Nachfrage auf moderne Hochhäuser mit hoher Flächenqualität, zeitgemäßer Ausstattung und überzeugenden ESG-Eigenschaften.“

Finanzbranche belegt knapp die Hälfte der Mietfläche

Banken und Finanzdienstleister nutzen aktuell 47 Prozent der vermieteten Bürofläche in den untersuchten Hochhäusern. Anwaltskanzleien folgen mit 13 Prozent, Beratungsgesellschaften mit zwölf Prozent. Zu den größten Nutzern zählen die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank, die Deutsche Bank, die Commerzbank und PwC.

Auch die angekündigten Anmietungen werden maßgeblich von Finanzinstituten, Beratungen und Professional-Service-Unternehmen getragen. Flächen in Projekten wie Central Parx, Central Business Tower und Fifty Five Westend wurden bereits vor Fertigstellung vermietet. Zu den künftigen Hochhausmietern gehören unter anderem Bloomberg, ING, KPMG, Lincoln International und Franklin Templeton.

Leerstandsquote steigt zunächst auf 15,4 Prozent

Den aktuellen Leerstand beziffert C&W auf 214.770 Quadratmeter beziehungsweise 11,8 Prozent. Unter Berücksichtigung neuer Fertigstellungen sowie bekannter Anmietungen und Auszüge erwartet die Analyse für 2026 eine Leerstandsquote von 14,8 Prozent und für 2027 von 15,4 Prozent. Für 2028 wird mit zunehmender Absorption der neuen Flächen ein Rückgang auf 11,4 Prozent prognostiziert.

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Bis 2030 könnten in Frankfurt weitere rund 143.800 Quadratmeter Hochhausfläche entstehen. Für den Zeitraum von 2031 bis 2040 sieht die Studie ein mögliches Entwicklungspotenzial von bis zu 489.400 Quadratmetern.

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zuletzt editiert am 09. Oktober 2026
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