Visualisierung des Alten Fernmeldeamts in Hamburg-Rothenbaum
Das Alte Fernmeldeamt in Hamburg-Rothenbaum (Quelle: Marienburg Real Estate; Urheber: Andreas Heller (Architects & Designers))

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05. August 2022 | Teilen auf:

Hamburg: Altes Fernmeldeamt mit neuem Leben

Das Alte Fernmeldeamt in Hamburg-Rothenbaum wird von Marienburg Real Estate umgebaut und für die Universität Hamburg erweitert.

Der Projektentwickler und Asset-Manager Marienburg Real Estate GmbH hat für den Eigentümer die Baugenehmigung für die Um- und Neubaumaßnahmen des „Alten Fernmeldeamts“ in der Schlüterstraße im Stadtteil Rothenbaum erhalten. Die Offenlegung des Bebauungsplans erfolgte im 1. Quartal 2022. Die Zustimmung des Stadtplanungsausschuss und der Bezirksversammlung liegen bereits seit Ende April 2022 vor.

Die Immobilie ist Teil der von Peakside Capital Advisors gemanagten Peakside Real Estate Funds II und III. Das zwischen 1902 und 1920 in zwei Bauabschnitten erstellte, denkmalgeschützte Gebäude wird seit 2016 im Rahmen der Projektentwicklung und Komplettsanierung von Marienburg im Auftrag des Eigentümers umfassend betreut. Im Rahmen der Altbausanierung und der Erstellung des Neubaus werden zusätzlich zu den reduzierten Flächen der Bestandsmieter - GMG (Telekom), der Deutsche Post AG und der Deutsche Funkmast GmbH - insgesamt circa 52.000 Quadratmeter Mietfläche für die Freie und Hansestadt Hamburg geschaffen. Zur Umsetzung der Neukonzeption konnten Flächenreserven mobilisiert und Neubauflächen ergänzt werden. So konnte im Zuge der Entwicklung das Nachbargrundstück mit dem alten, angrenzenden Hochbunker in der Binderstraße erworben werden. Nach Abbruch des Bunkers entsteht hier ein Neubau mit etwa 4.500 Quadratmetern.

Der im November 2020 eingereichte Bauantrag umfasste neben dem Neubau in der Binderstraße und in den Innenhöfen des Altbaus die komplette Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudebestandes. Dabei wird das Gebäude, soweit es mit dem Denkmalschutz vereinbar ist, auf den neuesten energetischen Stand gebracht. Die Neubauten werden als KFW-40 Effizienzgebäude ausgeführt. Durch die Umsetzung einer nachhaltigen Planung sollen Alt- und Neubau eine DGNB-Zertifizierung in Gold erhalten.

Die Freie und Hansestadt Hamburg plant auf ihren Mietflächen folgende Nutzer unterzubringen: das Humanities Research Center der Universität Hamburg, die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, das Studierendenwerk Hamburg sowie das German Institute of Global and Area Studies (GIGA). Die UHH wird 62 Prozent der Mietflächen für sich beanspruchen; der Rest entfällt zu rund 23 Prozent auf das ZBW und zu 15 Prozent auf das GIGA.

Die Übergabe der Mietflächen an die Freie und Hansestadt Hamburg erfolgt voraussichtlich im zweiten Quartal 2025.

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zuletzt editiert am 05.08.2022