Ehemalige Büroimmobilie in Mainz
Das Mainzer Objekt der Hamborner konnte vollständig an die Stadt vermietet werden und war ein Grund für die Steigerung des FFO. (Quelle: Hamborner)

Unternehmen & Köpfe 2023-08-10T07:59:24.841Z Hamborner muss Verkehrswerte korrigieren und kann Umsatz steigern

Die Hamborner Reit AG hat ihre Halbjahreszahlen veröffentlicht. Dank Inflation kann der Umsatz gesteigert werden. Gleichzeitig verliert das Portfolio 5,7 Prozent an Wert.

Die Duisburger, die ein bundesweit diversifiziertes Immobilienportfolio im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro haben, verbuchen in ihren Halbjahreszahlen eine Erhöhung der Miet- und Pachterlöse von 43,7 Millionen Euro, was eine Steigerung von 4,3 Prozent bedeutet. Ursächlich dafür sind vor allem Mietanpassungen der indexierten Mietverträge. Der FFO konnte dementsprechend zulegen auf 43,7 Millionen Euro bzw. 16,3 Prozent. Der LTV erhöhte sich auf 42,2 Prozent. Grund hierfür sind unter anderem Wertanpassungen im Portfolio.

Aufgrund der Unsicherheiten an den Immobilienmärkten, nimmt das Unternehmen zusätzlich unterjährige Bewertungen des Portfolios vor. Externe Gutachter hätten demnach einen Rückgang der Verkehrswerte von 5,7 Prozent (like-for-like) festgestellt. Dies betreffen sowohl das Büro- als auch das Einzelhandelsportfolio. Der NAV reduziert sich durch die Neubewertungen und Veräußerung eines Einzelhandelsportfolios in Mosbach um 10,8 Prozent auf 10,58 Euro. An der Börse wird die Aktie des Unternehmens derzeit (Stand: 10. August, 9:35 Uhr) mit 6,54 Euro gehandelt.

In der ersten Jahreshälfte konnte das Unternehmen Mietverträge über 26.000 Quadratmeter abschließen, wovon ca. 70 Prozent auf Büroflächen entfielen. Dazu beigetragen hat unter anderem auch die Vermietung des Manage-to-Core Objekts in Mainz an die Stadt. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge bleibt bei 6,3 Jahren, die sich auf 7,3 Jahre bei Einzelhandelsimmobilien und 5 Jahre bei Büroobjekten verteilen.

Unsicherheiten prägen auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Hier hat Hamborner die Erwartungen bei den Miet- und Pachterträgen leicht nach unten korrigieren müssen. Es werden zwischen 88 und 89 Millionen Euro erwartet. Gleichzeitig soll das operative Ergebnis leicht über der Prognose liegen. Hamborner erwartet hier zwischen 51 und 53 Millionen Euro. Für das laufende Jahr werden keinerlei An- oder Verkäufe mehr erwartet. Erst im nächsten Jahr rechnet das Unternehmen wieder mit einem Anziehen der Investmenttätigkeit. Der NAV hingegen wird weiter sinken. Die Bewertungen des Bestandsportfolios werden am Ende dazu führen, dass der NAV zwischen 7 und 12 Prozent nachgeben wird.

zuletzt editiert am 10. August 2023
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