Investmentmarkt Deutschland: Die Grafik zeigt das Transaktionsvolumen der vergangenen zwölf Monate. Bei Wohnen werden nur Transaktionen mit mindestens 50 Wohneinheiten berücksichtigt. (Bild: Savills)

Investment 2022-02-11T05:00:00Z Großtransaktionen pushen Investmentmarkt

Laut des aktuellen "Market in Minutes" von Savills macht der deutsche Immobilieninvestmentmarkt mit einem Umsatzrekord im neuen Jahr dort weiter, wo er im alten aufgehört hat.

Ein Transaktionsvolumen von knapp 8,4 Milliarden Euro bedeuten einen neuen Umsatzrekord für einen Januar. Das gilt zudem sowohl für die 5,6 Milliarden Euro, die mit Gewerbeimmobilien umgesetzt wurden, als auch für die knapp 2,8 Milliarden Euro, die auf Wohnimmobilien entfielen. Das Transaktionsvolumen der letzten zwölf Monate stieg gegenüber dem Vormonat um drei Prozent auf mehr als 115 Milliarden Euro.

Der Umsatzanstieg ist nach Angaben von Savills fast vollständig auf einen Volumeneffekt zurückzuführen. Das Beratungsunternehmen zählte im Januar rund 180 Transaktionen, was nahezu exakt dem monatlichen Durchschnitt der letzten zwei Jahre entspreche und auch ein typischer Wert für einen Januar sei. Die durchschnittliche Transaktionsgröße fiel dagegen mit circa 46,5 Millionen Euro überdurchschnittlich aus. Im Januar 2021 waren es lediglich gut 29 Millionen Euro und im Durchschnitt der letzten fünf Jahre rund 36 Millionen Euro.

Drei Transaktionen summieren sich auf 2,4 Milliarden Euro

Die drei größten Transaktionen waren allesamt Portfolios: Der Verkauf eines Wohnungspakets von Adler an KKR und Velero, die Übernahme von Deutsche Industrie REIT durch die niederländische CTP und der Verkauf des sogenannten Alphabet-Büroportfolios von Aroundtown an Apollo. Allein diese drei Transaktionen summieren sich auf ein Volumen von knapp 2,4 Milliarden Euro.

Ergebnisse aus Investorenbefragungen, etwa von Inrev, deuten darauf hin, dass mehr Geld als im letzten Jahr nach Value-Add-Opportunitäten sucht. Marktverändernde Rahmenbedingungen und Trends wie Digitalisierung, dem Einzug der Hybridarbeit und ESG dürften nach Einschätzung von Savills dafür sorgen, dass diese Nachfrage auf ein steigendes Produktangebot trifft.

Jahresauftaktgespräche mit Investierenden würden zudem auf eine große Vielfalt an Investmentstrategien auch unter den risikoaversen Kapitalsammelstellen hindeuten. So fänden manche Investierende den deutschen Wohnungsmarkt inzwischen zu teuer, andere wollten einsteigen – dasselbe gelte für Logistik. Einige wiederum seien vorsichtiger bei Büroinvestments geworden, andere hätten durch die vergleichsweise stabile Entwicklung der Vermietungsmärkte volles Vertrauen zurückgewonnen. Die insgesamt breiter gefächerten Anlagestrategien sowohl im Hinblick auf das Risikoprofil als auch die Nutzungen sieht Savills als ein starkes Fundament für ein erneut außergewöhnlich umsatzstarkes Jahr am deutschen Investmentmarkt.

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zuletzt editiert am 11. Februar 2022
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