Porträt Stefan Münter
Europace-Vorstand und Co-CEO Stefan Münter (Quelle: Europace AG)

Standorte & Märkte 2026-10-08T11:58:32.074Z Bestandspreise sinken, Neubau auf Rekordniveau

Im September fallen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Bestandshäuser. Neue Ein- und Zweifamilienhäuser erreichen im Europace-Index einen Höchststand.

Die Preise für Eigentumswohnungen und bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser sind im September 2026 gesunken. Neue Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich dagegen weiter und erreichten im Europace Hauspreisindex (EPX) einen Höchststand. Der Gesamtindex ging gegenüber August um 0,35 Prozent auf 221,77 Punkte zurück. Im Vorjahresvergleich lag er noch 0,84 Prozent im Plus.

Neubauhäuser verteuern sich um 2,92 Prozent im Jahr

Bei Eigentumswohnungen sank der Index gegenüber dem Vormonat um 0,66 Prozent auf 218,39 Punkte. Im Vergleich zum September 2025 lagen die Preise 0,53 Prozent niedriger. Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser verbilligten sich im Monatsvergleich um 0,69 Prozent. Ihr Index erreichte 201,12 Punkte und lag damit 0,12 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Für neue Ein- und Zweifamilienhäuser stieg der Index hingegen um 0,22 Prozent auf 245,80 Punkte. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Preisanstieg von 2,92 Prozent. Europace-Vorstand und Co-CEO Stefan Münter kommentiert: „Der September zeigt keinen einheitlichen Markt, sondern ein Zugangsproblem: Neubau wird für viele Haushalte immer schwerer finanzierbar. Im Bestand geben die Kaufpreise leicht nach, doch daraus entsteht noch keine echte Erschwinglichkeit – Zinsen, Erwerbsnebenkosten und oft auch Sanierungsbedarf bleiben die entscheidenden Hürden. Wer Wohneigentum breiter ermöglichen will, muss den Ersterwerb entlasten.“

Angebotspreise bewegen sich nur wenig

Die ergänzende Analyse der Value AG zeigt bei den Angebotspreisen eine unterschiedliche Entwicklung: Für Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen sie im September gegenüber August um 0,17 Prozent. Seit April verzeichnet das Segment monatlich leichte Zuwächse. Im Jahresvergleich lagen die Angebotspreise 1,9 Prozent höher.

Bei Eigentumswohnungen gingen die Angebotspreise dagegen um 0,32 Prozent zurück – der vierte monatliche Rückgang in Folge. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verringerte sich auf 0,3 Prozent, den niedrigsten Wert seit Ende 2024. Zu Jahresbeginn hatte die Jahresrate noch bei gut fünf Prozent gelegen.

Die Angebotsmieten blieben im September weitgehend unverändert. Im dritten Quartal lagen sie knapp vier Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen damit stärker als die Kaufpreise. Über den Sommer hat sich der Mietanstieg laut Value jedoch spürbar abgeflacht.

Der EPX basiert auf tatsächlichen Immobilienfinanzierungs-Transaktionsdaten des Europace-Marktplatzes und wird monatlich erhoben. Der Gesamtindex setzt sich aus den Einzelindizes für bestehende und neue Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen zusammen. Die Daten der Value AG bilden dagegen die Entwicklung der Angebotspreise und Angebotsmieten ab.

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zuletzt editiert am 08. Oktober 2026
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