
2026-10-08T06:48:45.818Z Bauzinsen: Warum der Zinsanstieg weitergeht
Günter Vornholz erwartet weiter leicht steigende Bauzinsen und erläutert die Folgen für Projektentwickler und den Investmentmarkt.
Zu Jahresbeginn 2026 wurde vielfach angenommen, dass sich die Bauzinsen auch weiterhin in einer Seitwärtsbewegung befinden würden. Damit würden die zehnjährigen Zinsen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent liegen. Seit der Jahresmitte ist aber ein Anstieg mit einem Überschreiten dieser Spanne nach oben festzustellen. Welche Entwicklung ist in den nächsten Monaten zu erwarten?
Das Zinsniveau im historischen Vergleich
Das aktuelle Niveau der Bauzinsen wird häufig im kurzfristigen Vergleich mit dem des Vorjahres betrachtet. Jedoch ermöglicht die langfristige Entwicklung eine bessere Einordnung. Zum einen liegt das aktuelle Zinsniveau deutlich unter dem der letzten Jahrzehnte. In den 1980er Jahren lag der Zins für zehnjährige Hypothekenkredite bei fast 10,0 Prozent. Ab Mitte der 1990er Jahre sanken dann die Zinsen kontinuierlich, und es kam in den 2010er Jahren zu einer Niedrigzinsphase.
Im Vergleich dazu liegt zum anderen das heutige Zinsniveau deutlich höher. Die Zinswende ab Anfang 2022 führte dazu, dass innerhalb eines Jahres die Bauzinsen stark anstiegen. Danach folgte eine Seitwärtsbewegung mit kurzfristigen Schwankungen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Langfristig betrachtet ist das heutige Zinsniveau relativ moderat – im Vergleich zur jüngeren Niedrigzinsphase jedoch deutlich erhöht...
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