Ein weiterer Schritt für das Projekt „Belsenpark II“ im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel wurde erreicht: In einer digitalen Jurysitzung wurde aus elf Entwürfen das Siegerteam für den Hochbau eines Mixed-Use-Hochhauses gekürt. Der Kölner Projektentwickler Pandion entschied sich gemeinsam mit Politik und Verwaltung der Landeshauptstadt für den Entwurf des Amsterdamer Büros UNStudio.
Auf einem Plangebiet mit einer Größe von 6.100 Quadratmetern sollte ein innerstädtisches Mixed-Use-Hochhaus in Form eines eigenständigen und nachhaltigen Stadtbausteins als Endpunkt der Gesamtentwicklung des Areals „Belsenpark“ entworfen werden. Die Mischung aus Wohnungen, gewerblichen Nutzungen und (teil-)öffentliche Flächen sollen einen markanten Hochpunkt als westliche Eingangsgeste in die Stadt formen.
Die Jury unter Vorsitz von Prof. Ulrich Holzscheiter überzeugte der Entwurf von UNStudio mit Okra Landschaftsarchitekten, „der einerseits einen starken und emanzipierten Auftritt sicherstellt, sich gleichzeitig aber auch durch seine wohlproportionierte Form ideal in das bereits bestehende Stadtbild einfügt“, heißt es in der Begründung.
„Mit unserem Mixed-Use-Hochhaus entwickeln wir in den nächsten Jahren einen wichtigen und architektonisch herausragenden Stadtbaustein im linksrheinischen Düsseldorf“, so Klaus Küppers, Niederlassungsleiter bei Pandion. „Als westlicher Abschluss zum Belsenpark und städtisches Entrée, zeigt sich das elegante Haus in alle Richtungen über eine helle, freundliche und kommunikative Fassadengestaltung als ein Hochhaus mit vielfältigen Nutzungen. Der offene und einladende Sockelbereich vernetzt sich mit dem Quartier und ermöglicht eine Vielfalt aus hochwertigen Räumen zum Wohnen und Arbeiten. Die Landeshauptstadt gewinnt damit ein weiteres hochwertiges und innovatives Gebäude mit Strahlkraft.“
„Wenn es um dominante architektonische Lösungen an städtebaulich wichtigen Achsen und Orten geht, ist wieder einmal auch mit diesem Verfahren deutlich geworden, dass dies nur über eine wettbewerbliche Bestenauswahl mit Beteiligung erfolgen darf. Zu dem Gebäude von UNStudio hat sich eine breite Mehrheit nach intensiver Diskussion vieler guter Ansätze entschieden. Nun schließen sich Durcharbeitung und Bauleitplanverfahren an, um diese Entwicklung auch zu ermöglichen“, so Cornelia Zuschke, Planungsdezernentin der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Der prämierte Entwurf soll nun entsprechend der Juryempfehlungen weiterentwickelt beziehungsweise angepasst werden und in die Planung für das rund 46.500 Quadratmeter große Grundstück der Pandion integriert werden. Anschließend wird das laufende Bebauungsplanverfahren fortgeführt.
Auf dem zweiten Platz landete der Entwurf von Kadawittfeldarchitektur aus Aachen zusammen mit Greenbox, gefolgt von Caspar Architects aus Köln mit Studio Grüngrau. Eine besondere Anerkennung erhielt Hadi Teherani Architects aus Hamburg mit Land Germany. Die weiteren Wettbewerbsteilnehmer waren HPP aus Düsseldorf, David Chipperfield Architects aus London/Berlin, Schneider+Schumacher aus Frankfurt, Blauraum aus Hamburg, SOP aus Düsseldorf, Meixner Schlüter Wendt aus Frankfurt sowie Kister Scheithauer Gross aus Köln.
